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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Weihbischof spricht auch Missbrauch an

14.01.2019

Vechta Die Aufarbeitung des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch Geistliche der Katholischen Kirche, die Ökumene und die Situation der Bekenntnisschulen waren die Hauptthemen von Weihbischof Wilfried Theising bei dem traditionellen Neujahrsempfang des Offizials im Vechtaer Antoniushaus, zu dem knapp 170 Gäste gekommen waren.

Ausdrücklich dankte er am Samstag allen Haupt- und Ehrenamtlichen der Kirche, dass sie ihrer Institution trotz aller berechtigter Kritik die Treue gehalten hätten. Auch das Thema Bekenntnisschulen stand auf dem Programm. Das lag daran, dass erstmals nach der Neujahrsansprache Fragen gestellt werden durften. Unter den Gästen waren Landrat Herbert Winkel, die Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley und Dr. Stephan Siemer, Amtsgerichtsdirektorin Mechthild Beckermann, die Vertreter der kirchlichen und sozialen Verbände, Vechtas Ratsvorsitzender und stellvertretender Landrat Josef Kläne, Kreishandwerksmeister Andreas Theilen sowie Vertreter aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

„2018 war kein besonders schönes Jahr für unsere Kirche“, so der Bischof. Man müsse die Missbrauchsfälle beim Namen nennen, sie aufarbeiten und alles dafür tun, damit so etwas nie wieder passiere. Ausdrücklich wies er aber auch auf die umfangreichen Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen innerhalb kirchlicher Einrichtungen hin.

Mit Blick auf die Situation betonte er, es sei derzeit für engagierte Mitarbeiter auch nicht immer einfach, bei einem Arbeitgeber zu sein, der unter starker – und auch berechtigter – Kritik stehe. „Ich kann Ihnen versprechen, dass wir dieses Thema mit allen Mitteln weiter aufarbeiten werden.“ Theising thematisierte danach die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche. Auf dem Katholikentag in Münster hätten die Teilnehmer des Oldenburger Landes für eine sympathische Prägung gesorgt. Der Oldenburger Kolpingtag in Rüschendorf sei ein gutes Beispiel dafür gewesen.

Pädagoge Berthold Knipper thematisierte nach der Ansprache die Einmischung des Bischofs in die Abstimmung über die Bekenntnisschulen in Vechta und hielt diese für nicht passend. Daraufhin antwortete dieser, dass „wir hier 65 Bekenntnisschulen haben, fünf davon in Vechta. Ich stehe hinter den Bekenntnisschulen, viele davon befinden sich in der Diaspora. Sie sind ein Segen für unsere Kirche“, so Bischof Wilfried Theising. Er verstehe die Sorgen um die Liobaschule in Vechta, in der 80 Prozent der Schüler mit Migrationshintergrund unterrichtet werden. Die Kirche sei bereit zusammen mit der Stadt tätig zu werden.

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