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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Merz, Laschet und Röttgen wollen Vorsitz: Das sind die Favoriten der CDU-Delegierten aus dem Nordwesten

14.01.2021

Oldenburg /Hannover Geht es nach der Mehrheit der 23 Delegierten des CDU-Landesverbands Oldenburg, dann haben Friedrich Merz und Armin Laschet gute Chancen, am Wochenende an die CDU-Bundesspitze zu rücken. Der dritte Kandidat für das Amt des CDU-Bundesvorsitzenden, Norbert Röttgen, hat dagegen weniger Befürworter. Niedersachsens CDU stellt 136 der 1001 stimmberechtigten Delegierten, die an diesem Wochenende digital über das neue Präsidium abstimmen.

Wirtschaftskompetenz

„Friedrich Merz hat die größte Wirtschaftskompetenz“, sagt Vechtas CDU-Kreisvorsitzender André Hüttemeyer (Visbek). Der 65-jährige Sauerländer könne am ehesten Impulse nach der Corona-Krise geben. Ähnlich sieht es Bastian Ernst, CDU-Kreisvorsitzender in Delmenhorst. Bereits 2018 habe er für Merz gestimmt, der seinerzeit gegen Annegret Kramp-Karrenbauer unterlag. Zwar sei er noch unentschlossen, sagt Kreisvorsitzender Christoph Baak (Oldenburg). Er tendiere aber Richtung Merz, obwohl Röttgen (55) „irre aufgeholt“ habe. Sicher ist Baak aber in einem Punkt: „Ich stimme nicht für Laschet. Er hat in den Vorstellungsrunden am wenigsten überzeugt.“

Auf das Stimmungsbild ihrer Mitglieder wollen Frieslands Kreisvorsitzende Christel Bartelmei (Bockhorn) und Dirk Vorlauf (Hude), Chef des CDU-Kreisverbands Oldenburg-Land, hören. „Die Entscheidung fällt zwischen Merz und Röttgen“, sagt Bartelmei. Bei Merz überwögen die wirtschaftliche Expertise und die guten Verbindungen Richtung USA; Röttgen würde die Partei modernisieren. Vorlauf sowie die Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (Ahlhorn), ebenfalls Delegierte, haben per Mail die rund 680 CDU-Mitglieder im Landkreis nach dem „Wunschkandidaten“ gefragt. An deren Entscheidung fühlten sie sich gebunden, so Grotelüschen. Im Jahr 2018 war Merz Favorit.

„Die CDU braucht einen Vorsitzenden, der alle unterschiedlichen Strömungen zusammenführen und der Partei neue Impulse geben kann“, meint Jens Nacke, Kreisvorsitzender im Ammerland und Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion. Zudem müsse der neue Vorsitzende auch das Regierungsgeschäft beherrschen. Diese Voraussetzungen sehe er am stärksten bei NRW-Ministerpräsident Laschet erfüllt. Auch Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler, Kreisvorsitzender in der Wesermarsch, will Laschet (59) seine Stimme geben. Er könne die Union zusammenhalten. Damit bleibe sie als Volkspartei weiterhin wählbar.

Eher bedeckt hält sich Silvia Breher (Löningen), Vorsitzende des CDU-Landesverbands Oldenburg. Sie arbeite mit allen drei Bewerbern gut zusammen, sagte Breher, die auch stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU ist. Mit CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wird sie am Wochenende die Veranstaltung im digitalen Format aus der Berliner Messe moderieren. Den Prognosen schenkt sie aufgrund mangelnder Repräsentanz wenig Vertrauen. „Selbst an der Umfrage der Jungen Union haben nur 20,1 Prozent der Mitglieder teilgenommen.“ Breher geht davon aus, dass es in jedem Fall eine Stichwahl um den Vorsitz geben werde.

„Erfolgreich regieren“

Eine Empfehlung wie in Hamburg gibt es für die niedersächsischen Delegierten nicht, erklärt Sebastian Lechner, neuer CDU-Generalsekretär in Niedersachsen. Er meint, die Anhängerschaft von Merz und Laschet mache jeweils rund 40 Prozent der CDU-Mitglieder in Niedersachsen aus, die restlichen 20 Prozent neigten Röttgen zu. Im Vergleich zu vielen Oldenburger Delegierten tanzt Lechner bei seiner Wahl aus der Reihe. Er will für Laschet stimmen. „Bundesvorsitzender kann man nur werden, wenn man schon einmal eine Wahl gewonnen hat und erfolgreich ein Land regiert“, habe er gelernt.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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