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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Studenten das Leben erleichtern

26.11.2018
Frage: Sie sind neue Landesvorsitzende des Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), haben sich knapp mit 16:15 Stimmen gegen den Kandidaten aus Göttingen durchgesetzt. Haben Sie mit Ihrer Wahl gerechnet?
Blömer: Ich habe es gehofft. Bis kurz vor der Wahl stand es 50:50. Die Gruppe aus Göttingen ist die größte im Land, der Wahlkampf war sehr lang. Ich habe mich wirklich gefreut.
Frage: Haben Sie sich schon immer für Politik interessiert?
Blömer: Ja, Politik war schon als Kind eine Sache für mich. Am Frühstückstisch habe ich immer mit meinem Vater diskutiert – manchmal auch sehr kontrovers.
Frage: Wie sind Sie dann zum RCDS gekommen?
Blömer: Vor zwei Jahren wurde ich angesprochen, ob ich nicht auf die Liste für das Studierendenparlament in Oldenburg kommen möchte, das war im November 2016. Im folgenden Mai wurde ich als Geschäftsführerin des RCDS Oldenburg gewählt, vor einem guten Jahr wurde ich stellvertretende Landesvorsitzende. Ich bin da so reingestolpert und habe mit jedem Amt mehr Verantwortung übernommen. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Man kann wahnsinnig viel erreichen. Der RCDS Oldenburg setzt sich beispielsweise dafür ein, dass die Bibliothek länger geöffnet ist oder dass es mehr Steckdosen gibt. Es können tatsächlich auch mal banale Angelegenheiten sein. Ich sehe das „Stupa“ als Anwalt für die Studenten.
Frage: Wofür setzt sich im Gegensatz dazu der Landesverband ein?
Blömer: Aktuell gibt es ein Problem mit den Prüfungsunfähigkeitsbescheinigungen, das drei von acht Hochschulgruppen in Niedersachsen betrifft. Auf den Bescheinigungen der Ärzte, die quasi Atteste darstellen, stehen die Symptome drauf und die Uni kann entscheiden, ob die Bescheinigung anerkannt wird oder nicht. Da wollen wir etwas tun – das hat gerade oberste Priorität.
Frage: Wie gehen Sie dabei vor?
Blömer: Wir versuchen jetzt, einen Termin mit dem niedersächsischen Wissenschaftsminister Björn Thümler zu vereinbaren.
Frage: Was sind Ihre Aufgaben und Ziele als Landesvorsitzende?
Blömer: Auf Landesebene versuche ich, die Gruppen so gut es geht zu unterstützen und trage die Belange der Studenten auch in die CDU hinein. Niemand kennt sich mit Hochschulpolitik besser aus als Studenten. Kraft meines Amtes bin ich auch im Landesvorstand der CDU kooptiert.
Frage: Was bringt das Amt für die Zukunft?
Blömer: Natürlich besteht die Möglichkeit, in die Politik zu gehen. Durch das Amt ist man unheimlich gut vernetzt.
Frage: Wollen Sie später weiter in der Politik arbeiten?
Blömer: Wenn Sie mich vor zwei Jahren gefragt hätten, hätte ich gesagt, dass ich Steuerberaterin oder Wirtschaftsprüferin werden möchte. Schließlich studiere ich Wirtschafts- und Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Steuern und Finanzen. Mittlerweile könnte ich mir ein Amt in der Politik gut vorstellen.
Frage: Welchen Einfluss können Sie aktuell schon auf die „richtige“ Politik nehmen?
Blömer: Wir hoffen immer, dass wir Einfluss haben, aber garantieren können wir es nicht. So ist das in der Politik. Das Hauptziel ist immer, den Studenten das Leben leichter zu machen und für besserere Studienbedingungen einzutreten.
Frage: Sie üben ihren Landesvorsitz ehrenamtlich aus – wie viel Zeit investieren Sie?
Blömer: Der Landesvorsitz kostet viel Zeit – vor allem, wenn ich zu den anderen Landesverbänden nach Thüringen oder Bayern oder zu Sitzungen nach Hannover reise. Etwa einmal im Monat geht es zur Landesvorstandssitzung. Dazu möchte ich meine Kooptionen in der CDU und in der Jungen Union wahrnehmen.
Frage: Und Freizeit...?
Blömer: Neben Studium, Nebenjob und RCDS bleibt in der Tat kaum noch Zeit. Aber ab und zu spiele ich Volleyball im Hochschulsport. Ich bin froh, wenn ich abends auch mal auf dem Sofa liege.
Ellen Kranz
Redakteurin
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2051

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