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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Bürgermeisterwahl: „Gehacke“ um Wahl auf Wangerooge

31.05.2018

Wangerooge Drei Wochen vor der Bürgermeisterwahl auf Wangerooge am 17. Juni ist die Stimmung auf der Insel zunehmend gereizt: Viele Wangerooger Bürger sind bereits genervt – dabei nimmt der Wahlkampf gerade erst Fahrt auf. Das „Gehacke“, wie ein Insulaner es nennt, stößt vielen sauer auf. „Es gibt zunehmend persönliche Angriffe, schlechtes Gerede übereinander und Unterstellungen – das ist kaum auszuhalten“, sagt ein anderer.

Viele seien so weit, „dass sie den ganzen Quatsch gar nicht mehr ernst nehmen“. Denn die wichtigen Inselthemen Fähranbindung, Überbauung und bezahlbarer Wohnraum würden zum Zankapfel – „aber gelöst werden unsere Probleme nicht“.

Nach dem unerwarteten Tod des Wangerooger Bürgermeisters Dirk Lindner (55) im Januar muss auf der Insel neu gewählt werden. Acht Kandidaten stehen am 17. Juni zur Wahl. Das sind (in alphabetischer Reihenfolge):

 Christoph Brunswick (parteilos, 43 Jahre, Datteln)

 Thomas Commichau (parteilos, 58 Jahre, Wangerooge)

 Marcel Fangohr (CDU/Grüne, 36)

 Beate Grimm (parteilos, 54, Wangerooge)

 Nils Krummacker (FDP, 55, Westerstede)

 Tina Mißmahl (parteilos, 45, Wangerooge)

  Dr. Fritz Peters (parteilos, 65 Jahre, Wangerooge).

 Uwe Osterloh (SPD, 58 Jahre, Wangerooge).

Beate Grimm, Mitarbeiterin der Wangerooger Gemeinde-Verwaltung, und Insel-Zahnarzt Dr. Fritz Peters hatten bereits bei der letzten Bürgermeister-Wahl auf Wangerooge im Mai 2014 kandidiert. Damals waren sechs Kandidaten angetreten, Grimm war damals für die SPD angetreten und einzige Frau in der Bewerberrunde. Als zweite Frau ist diesmal Tina Mißmahl bei der Wahl mit von der Partie.

Marcel Fangohr, der von Wangerooge stammt, war von CDU und Grünen gemeinsam gecastet worden: Sie hatten per Annonce einen Bürgermeister-Kandidaten vom Festland gesucht. Ursprünglich hatte sich die SPD an der Kandidatensuche beteiligt, war dann aber abgesprungen.

Kurios bei der Bürgermeisterwahl 2018: SPD-Kandidat Uwe Osterloh hat seine Kandidatur zurückgezogen und erklärt, er werde keinen Wahlkampf führen. Grund für seinen Rücktritt war die Kandidatur von Grimm – die SPD, deren Vorsitzender Osterloh ist, hatte sie 2014 als Kandidatin auf die Insel geholt.

Und dennoch steht Osterloh auf dem Wahlschein und ist damit wählbar. Der Grund: Er hatte erst nach Ablauf der Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge seinen Rücktritt erklärt – zu spät: Gemäß Kommunalwahlgesetz (NKWG) und Kommunalwahlordnung wird ein Rücktritt nach Ablauf der Frist bei der Zulassung der Wahlvorschläge und beim Druck der Stimmzettel nicht mehr berücksichtigt. Und somit bleibt Osterloh Bürgermeister-Kandidat und wählbar – ob er will oder nicht. Allerdings kann er im Fall, dass er zum Bürgermeister gewählt wird, die Wahl ablehnen. Das gilt auch, wenn er noch in eine Stichwahl müsste: Der rücktrittswillige Bewerber müsste dann noch mal schriftlich gegenüber der Wahlleitung erklären, dass er auf die Teilnahme an der Stichwahl verzichtet.

Diese Situation sorgt bei zahlreichen Wangerooger Wahlberechtigten für Verwirrung – manche vermuten gar, dass das dazu führen könnte, dass die Bürgermeisterwahl ungültig sein könnte. „Das ist eine Irreführung aller Wähler – was passiert mit den Stimmen der Wähler, die für den Kandidaten abgegeben wurden, der offiziell gesagt hat, dass er nicht zur Wahl antreten wird“, fragt sich ein besorgter Bürger.

Laut Wahlgesetz sei das alles kein Grund zur Anfechtung der Wahl, heißt es beim Landkreis Friesland: „Bei einer Kommunalwahl werden auch der Tod und der Verlust der Wählbarkeit nach Ablauf der Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge bei Zulassung und Druck der Stimmzettel nicht mehr berücksichtigt.“

Dass es zur Stichwahl zwischen zwei Kandidaten und Kandidatinnen kommen wird, gilt für viele als gesetzt. Termin ist der 1. Juli.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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