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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Weichenstellung für große Verkehrsprojekte erwartet

04.08.2016

Hannover Für große Verkehrsprojekte wie den Bau der Autobahnen 20 und 39 und den Bahnausbau zu den Seehäfen und nach Bielefeld erwartet Niedersachsen an diesem Mittwoch eine Weichenstellung aus Berlin. Dort entscheidet das Bundeskabinett über die überarbeitete Fassung des Bundesverkehrswegeplans. In der Region wird vor allem der Beschluss zur B 212 neu erwartet.

Der Plan legt bis 2030 fest, welche Straßen, Schienen und Wasserwege mit Vorrang ausgebaut werden, und welche zunächst hinten angestellt werden. Zum Planungsentwurf hatte es aus Niedersachsen besonders viele Stellungnahmen gegeben, insbesondere zur A39 durch die Lüneburger Heide und die ICE-Neubaustrecke von Hannover nach Bielefeld.

Wie vorab bekannt wurde, will der Bund in den kommenden Jahren stärker in den Ausbau des Schienennetzes investieren als bisher vorgesehen. Bis 2030 peilt der Bund Investitionen von 269,6 Milliarden Euro in Straßen, Schienen und Wasserwege an.

Die wichtigen Verkehrsprojekte in Niedersachsen

Viele für Niedersachsen wichtige Verkehrsachsen sind im bisherigen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans im vordringlichen Bedarf enthalten. Spannend ist, ob umstrittene Projekte wie die Autobahnen an der Küste und durch die Heide auch im überarbeiteten Entwurf noch als lohnende Projekte mit Vorrang auf der Liste stehen. Die Frage ist ebenfalls, inwiefern Stellungnahmen zum Überarbeiten der Planung geführt haben, etwa bei der Bahntrasse von Hannover nach Bielefeld, wo Anlieger lieber eine Ausbau- als eine Neubaustrecke haben wollen.

Straße: Hier geht es um die Küstenautobahn A20, die von den Niederlanden über Niedersachsen und Schleswig-Holstein nach Polen führen soll, sowie die A39 Wolfsburg-Lüneburg. Vor allem für das Emsland und die Niederlande wichtig ist der vierspurige Ausbau der Europastraße 233 von der niederländischen Grenze bei Meppen Richtung Cloppenburg.

Schiene: Statt der lange geplanten Y-Neubautrasse sollen nun bestehende Bahnstrecken von Hannover Richtung Bremen und Hamburg ausgebaut werden, um mehr Platz für Güterzüge aus den Häfen zu schaffen. „Alpha-E“ heißt das Konzept, dass zusätzliche Gleise zwischen Uelzen und Lüneburg sowie Bremen sowie auf dem Abschnitt Minden-Nienburg vorsieht. Um den ICE-Verkehr ins Ruhrgebiet und in die Niederlande zu beschleunigen, ist eine Neubaustrecke zwischen Hannover und Bielefeld geplant.

Wasser: Zur Ertüchtigung des Elbe-Seiten-Kanals sind in der bisherigen Planung 270 Millionen Euro für den Neubau der Schleuse Scharnebeck vorgesehen.

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