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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

Schlafapnoe: Krankenkasse unterstützt die „Maske“

14.09.2019

Wilhelmshaven Atempausen durch verengte Atemwege und Schnarchen im Schlaf – rund 900 Millionen Menschen weltweit erfüllen dieses Krankheitsbild der Schlafapnoe. Glaubt man Reinhard Wagner, Leiter der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe in Wilhelmshaven, wissen viele von ihnen nicht, dass sie sich mit diesen Symptomen herumplagen. „Gerade bei Alleinlebenden ist es so, dass ihnen keiner von Atempausen oder lautem Schnarchen berichtet. Am eigenen Leib erfahren sie lediglich die Nachwirkungen tags darauf“, erklärt der 72-Jährige.

Schlafapnoe-Patienten seien am Tag oft schläfrig. Wagner: „Wenn sie dann zum Hausarzt gehen, kommt dieser in vielen Fällen nicht zur richtigen Diagnose.“ Oftmals würde die Schläfrigkeit des Betroffenen mit enormer Beanspruchung im Beruf oder Schwierigkeiten im Privatleben begründet, so Wagner. Bei Kindern treten andere Symptome zutage. „Junge Patienten sind oft hyperaktiv, so dass ihnen fälschlicherweise Medikamente gegen ADS verschrieben werden“, sagt Reinhard Wagner. Selbst ist er seit 20 Jahren Patient und weiß, wovon er spricht. Seit seiner eigenen Diagnose arbeitet er eng mit Dr. Andreas Möller vom Wilhelmshavener Schlaflabor zusammen.

„Er war auch mein behandelnder Arzt. Bei ihm im Schlaflabor wird die Diagnose gestellt und der Patient bekommt Behandlungsmethoden aufgezeigt.“ Die bekannteste Methode Schlafapnoe zu behandeln, ist immer noch die „Maske“ – offiziell Schlafapnoe-Therapiegerät genannt. Die Maske setzt sich der Patient vor dem zu Bett gehen auf, in der Tiefschlafphase werden die Atempausen über ein elektronisches Gerät ausgeglichen. Durch einen Schlauch wird der Erkrankte beatmet. „Diese Methode wird von der Krankenkasse auch bezahlt, leider ist das bei anderen Therapiegeräten noch nicht der Fall“, ärgert sich Wagner. Eine weitere Möglichkeit zur Therapie ist der Zungenschrittmacher. Er wird dem Patienten unter dem Fettgewebe der rechten Brust implantiert. Von dort führt eine Elektrode zum Unterzungennerv und stimuliert ihn. Die Muskeln werden angespannt, die Atemwege dadurch nicht mehr verengt.

Um weiter über Therapiemöglichkeiten zu informieren richtet Richard Wagner in Zusammenarbeit mit dem Schlaflabor Wilhelmshaven Kongresse und Informationsveranstaltungen aus. So auch am 21. September, wenn an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven Schlafmediziner und Experten aus dem ganzen Bundesgebiet über die Schlafapnoe und ihre Behandlung sprechen. „Es wird aber auch über generelle Schlafstörungen gesprochen. Besonders im Fokus stehen in diesem Jahr Kinder und Jugendliche. Uns ist wichtig, dass wir die Betroffenen informieren und dazu beitragen, dass sie behandelt werden.“


Mehr Informationen gibt es auf   www.schlafapnoe-selbsthilfegruppe.de/kongress-2019/ 
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