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NWZonline.de Nachrichten Politik Niedersachsen

„Wir müssen das Vertrauen wieder stärken“

13.02.2015

Oldenburg /Delmenhorst „Er spricht mir aus der Seele.“ Mit diesen Worten hat der Geschäftsführer des Klinikums Oldenburg, Dr. Dirk Tenzer, auf das NWZ -Interview mit dem Psychiater Professor Dr. Karl H. Beine zum Fall Niels Högel reagiert. „Seine Forderung nach mehr kollegialer Achtsamkeit unterstütze ich“, sagt Tenzer. Man brauche aber nicht nur Achtsamkeit, „wir müssen auch die Hemmschwelle senken, darüber zu reden. Deshalb führe ich ja bei uns ein Whistleblowing-System ein“.

Einen Vorwurf der Mitschuld seines Hauses an den Klinik-Tötungen leitet Tenzer aus Beines Aussagen nicht ab. Den Hinweis des Psychiaters, dass Menschen nicht gestorben wären, wenn man Högel früher das Handwerk gelegt hätte, nennt Tenzer „eine Binsenweisheit“.

Ähnlich äußert sich Rechtsanwalt Erich Joester für das Klinikum Delmenhorst, wo Högel den Mord an bis zu 30 Patienten gestanden hat. „Beine hat Recht, wenn er sagt, dass wir hingucken müssen. Ich hoffe, dass wir aus diesem Fall Schlussfolgerungen für Deutschland und die ganze Welt ziehen.“ Die Zahl der Patiententötungen steige seit Jahren, und darauf müsse man reagieren, so Joester: mit Persönlichkeitsanalysen von Pflegemitarbeitern, besserer Bezahlung, regelmäßigen Auszeiten für schwer belastete Intensivpfleger.

Unterdessen fordert die SPD Patientenbeauftragte für alle Krankenhäuser. „Wir wollen nach den Ereignissen mithelfen, Vertrauen wieder zu stärken“, sagte SPD-Fraktionsvize Uwe Schwarz. „Deshalb brauchen wir auch einen Verantwortlichen auf der Ebene der Landesregierung.“ Die Landes-Patientenbeauftragten sollen im Sommer 2015 ihre Arbeit aufnehmen.

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