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NWZonline.de Nachrichten Politik

MEsserangriff mit drei Toten: Frankreich ruft höchste Terrorwarnstufe aus

30.10.2020

Nizza In Frankreich gilt nach der tödlichen Messerattacke mit drei Toten die höchste Terrorwarnstufe: Es sei die Stufe „Urgence Attentat“ des Anti-Terror-Alarmplans „Vigipirate“ ausgerufen worden, sagte Premierminister Jean Castex in der Nationalversammlung in Paris. 

Ein Angreifer hatte am Donnerstagmorgen nahe der Kirche in der Stadt an der französischen Riviera zwei Menschen getötet und weitere mit einem Messer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Ein drittes Opfer erlag am Vormittag seinen Verletzungen. Ein Terrorhintergrund werde geprüft, erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei.

Der Angreifer habe bei seiner Festnahme mehrfach „Allahu akbar“ gerufen, sagte Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi. Die Geste des Mannes habe „keinen Zweifel“ gelassen. Der Angreifer wurde bei seiner Festnahme verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, wie eine Polizeisprecherin sagte. Nach ersten Kenntnissen habe er allein gehandelt.

Auf Bildern französischer Medien war zu sehen, wie die Polizei die Umgebung des Tatorts abriegelte. Rettungswagen waren im Einsatz. Explosionen waren zu hören: Spezialkräfte der Polizei sprengten verdächtige Gegenstände. Bei einer Debatte über neue Beschränkungen in der Corona-Pandemie legten Abgeordnete im Unterhaus des Parlaments eine Schweigeminute für die beiden Toten ein.

Die Hintergründe des Angriffs waren zunächst unklar. In Frankreich herrscht derzeit eine erhöhte Terrorwarnstufe. Wegen der Veröffentlichung von Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed in Frankreich hatte es antifranzösische Proteste in der Türkei und in anderen muslimisch geprägten Staaten gegeben.

Die Attacke weckt in Nizza schmerzhafte Erinnerungen - nur etwa 500 Meter vom jetzigen Tatort entfernt hatte am 14. Juli 2016 ein Terrorist während der Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag einen Lastwagen in die Menschenmenge auf der Promenade der Stadt gelenkt – 86 Menschen wurden getötet.

Für Frankreich ist es bereits die dritte Attacke mit einem mutmaßlich terroristischen Hintergrund in nur zwei Monaten. Ende September waren bei einem als Terrorakt eingestuften Messerangriff in der Nähe der früheren Büros der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris zwei Menschen verletzt worden. Mitte Oktober enthauptete ein 18-Jähriger tschetschenischer Herkunft einen Lehrer, der bei „Charlie Hebdo“ veröffentlichte Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt hatte, als er das Thema Meinungsfreiheit besprach. Präsident Emmanuel Macron verteidigte die Veröffentlichung der Karikaturen und den Lehrer. In islamisch geprägten Ländern gab es daraufhin Proteste gegen Frankreich.

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