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Ortsgestaltung Noch mehr Zusammenhalt nötig

Nikolausdorf - In Nikolausdorf wird nicht nur über Ehrenamt geredet, hier folgen auch Taten. So hat man im Ortskern einiges verbessern können. Dabei ging es auch um die Gestaltung des Umfeldes beim Gedenkstein zur 100-Jahr-Feier und der Hinweis- und Informationstafeln für das Radwegenetz und die Sehenswürdigkeiten im Dorf.

Diese Arbeiten konnten nur durchgeführt werden, weil mehrere Nikolausdorfer Bürger und Unternehmer sich uneigennützig und kostenlos in den Dienst für ihr Dorf gestellt haben. Mitgemacht haben Ludger Holzenkamp, Heinz Möllmann, Otto Möllmann, Josef Höne, Andreas Kenkel, August Lanfermann, Georg Looschen, Ernst Lanfermann, Alfons Timmerevers, Franz Koddenberg und Andrea Lohmann. Um sich hierfür ausdrücklich zu bedanken, hatten August Lanfermann und Otto Möllmann zunächst beim Gedenkstein und anschließend bei Otto Möllmann zur „Nikolausdorfer Meinungsrunde“ eingeladen.

Themen diskutiert

Dabei wurden verschiedene Themen diskutiert, die in Zukunft für die Dorfentwicklung von vordringlicher Bedeutung sein sollten. Man war sich einig, dass eine Entwicklung des Ortes nur in vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen den Bürgern und den Verantwortlichen in Rat und Verwaltung möglich sei. Bei der Bebauung im Ortskern soll die städtebauliche Seite nicht vergessen werden. Es komme bei Neubauten auch darauf an, sich der dörflichen Baustruktur anzupassen. Tradition und Zukunft müssten vorsichtig „unter einen Hut“ gebracht werden, hieß es. So bestehe Nikolausdorf in erster Linie aus Einfamilienhäusern. Der Mietwohnungsbau sollte auf diese Gegebenheiten möglichst Rücksicht nehmen. Hier setzt man auf die Volksvertreter aller Parteien, insbesondere aus Nikolausdorf. Man will sich auch mit dem Vorschlag des Bürgermeisters über eine Teilnahme bei der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“ auseinandersetzen.

Die Gemeinde soll zudem an ihre Zusage vom Juni 2016 erinnert werden, die Planungen für den Bereich Nikolausdorf in einer Bürgerversammlung vorzustellen. Viele Bürger würden gar nicht wissen, wie sich die Verantwortlichen in der Kommune die künftige Entwicklung des Dorfes vorstellen. Man müsse hier mehr mit Verwaltung und Politik ins Gespräch kommen, hieß es.

Eine Zusammenkunft mit den gewählten Vertretern aus dem Ort aller Fraktionen und Parteien soll im nächsten Schritt entsprechende Grundlagen liefern. Die Wintermonate könnten hier als Termine für Zukunftsideen des Dorfes genutzt werden.

Bautätigkeit fördern

Auf der Versammlung wurde auch an Aussagen des früheren ehrenamtlichen Bürgermeisters Georg Lanfermann vom Düffendamm erinnert. Dieser hatte 1970 bei einer Veranstaltung über den Flächennutzungsplan zu der Entwicklung der Dörfer in der Gemeinde geäußert, dass die Bauerschaften auch Geschäfte benötigten, wo der tägliche Bedarf gedeckt werden könne. Aus dieser Forderung ergebe sich, dass in einem gewissen Rahmen die Bautätigkeit dort auch gefördert werden müsse, hieß es weiter.

Hier hätte man man die Weitsicht gespürt, die man heute leider oft vermisse. Mut mache die Aussage des Nikolausdorfer Ratsherrn Rainer Engelmann: „Ich kandidiere, weil die Dörfer eine Zukunft haben sollen.“

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