NORDENHAM - Der Bauausschuss des Rates wird sich in Kürze in einer öffentlichen Sitzung mit dem Thema Biogas befassen. Das hat das Gremium am Donnerstagabend einstimmig beschlossen.

Anlass war, dass die Stadtverwaltung den Grundsatzbeschluss über die Zukunft der Biogas-Anlagen am Donnerstag im nichtöffentlichen Teil behandeln lassen wollte. Dagegen wandte sich der Ratsvorsitzende Uwe Thöle (SPD) – und rannte damit bei den anderen Fraktionen offene Türen ein.

„Der Punkt gehört in den öffentlichen Teil, weil es um einen Grundsatzbeschluss geht“, sagte Manfred Wolf (FDP). „Außerdem haben wir gerade im Kreistag in einer Resolution für den Ausstieg aus der Kernenergie gestimmt – und das bedeutet, dass wir ganz neu über alternative Energien nachdenken müssen – nicht nur über Biogas, sondern auch etwa über Repowering von Windparks.“

Bei dem Grundsatzbeschluss geht es darum, dass die Biogas-Anlagen 300 Meter von Wohnhäusern und 500 Meter von Gewerbegebieten entfernt liegen müssen. Dieser Beschluss muss noch im Sommer fallen.

Kurt Winterboer (SPD) beantragte, dieses Thema in einer späteren Sitzung öffentlich zu diskutieren, damit die Bürger kommen können.

Michael Feldmann, Geschäftsführer der Wesermarsch, dementierte eine Aussage von Bürgermeister Hans Francksen, die neue Klinik brauche kein Biogas mehr. Richtig sei, dass das neue Gebäude deutlich besser gedämmt sein werde als das alte und deshalb wohl weniger Biogas erforderlich sei. Zusätzlich werde die Klinik an das Erdgasnetz angeschlossen, damit die Versorgungssicherheit gewährleistet sei.