NORDENHAM - Nach der Feiertagsruhe zum Jahreswechsel ist Schwung in den Bürgermeisterwahlkampf gekommen. Bis auf Dieter Bö-schen-Krause, der noch auf die Lieferung der bestellten Poster wartet, haben sich mittlerweile alle Kandidaten im Stadtgebiet mit Wahlplkaten in Szene gesetzt.
Besonders präsent als Wahlkämpferin ist Dr. Nolte-Schwarting (54). Die Amtsgerichtsdirektorin hat als erste mit dem Plakatieren begonnen und dabei fast jeden Straßenzug mit Werbetafeln ausgestattet. Zudem ist ein großes Standbild von ihr auf einem Anhänger befestigt, den sie an verschiedenen Standorten in Position bringt. Claudia Nolte-Schwarting setzt vor allem auf die Ausstrahlungskraft ihres großformatigen Portraits.
Hans Francksen (55) hat mittlerweile nachgezogen und ebenfalls flächendeckend Plakattafeln aufstellen lassen. Das Foto zeigt den Geschäftsführer der Gemeinnützigen Nordenhamer Siedlungsgesellschaft in locker-freundlicher Pose mit einer über die Schulter geworfenen Anzugsjacke. Gemeinsam zupacken! lautet sein Motto.
Mit einer Grußkarte zum neuen Jahr hat Peter Kania (47) sich bei den Bürgern bekannt gemacht. Auf seinen Plakaten präsentiert sich der Verwaltungsbeamte und Architekt mit einem roten Schal und der Zusicherung, parteilos, erfahren und kreativ zu sein.
Dieter Böschen-Krause (47) will mit dem knall-orangen Hintergrund seiner Plakate für Aufmerksamkeit sorgen. Der Kaufmann und Gastwirt tritt als der Kandidat aus Ihrer Mitte an.
Frank-Rüdiger Halt (59) nutzt den ihm zustehenden Platz auf den Stellwänden zwar, aber nicht für ein Wahlplakat mit Bild. Stattdessen hat der Physiker und Lehrer dort gelbe Zettel aufgehängt, auf denen er zum Protest gegen das geplante Kohlekraftwerk in Blexen aufruft. Gegen eine solche Industrieansiedlung hat er auch die so genannten Freitagsdemonstrationen auf die Beine gestellt. Die Resonanz war bislang allerdings sehr dürftig.
Die Stadt Nordenham hat insgesamt 20 Stellwände aus Holz für die Wahlwerbung anbringen lassen. Jeweils zehn Plakate haben darauf Platz. Fünf Klebeflächen sind für die Landtagswahlen reserviert, die anderen fünf können die Bürgermeisterkandidaten in Anspruch nehmen.
Auch die Reihenfolge von links nach rechts ist geregelt. Bei den Landtagswahlen sind die derzeitigen Mehrheitsverhältnisse unter den Parteien ausschlaggebend, und bei den Bürgermeisterkandidaten geht es nach dem Alphabet.
Als grundsätzliche Vorgabe für die Zuteilung der Plakatflächen hat die Stadt festgelegt, dass bei der Landtagswahlwerbung nur Parteien mit einem Direktkandidaten zum Zuge kommen. Das hat nach Angaben von Ordnungsamtsleiter Rudolf Müller bei einigen Gruppierungen für Unmut gesorgt. Eine Ablehnung bekam zum Beispiel die rechtsgerichtete NPD.
Zusätzlich zu den städtischen Plakatwänden können die Parteien und Kandidaten mit Werbetafeln an Straßenrändern und Laternenpfählen für sich werben. Die dafür erforderliche Sondererlaubnis gibt es aber nur, wenn eine Gefährdung des Verkehrs ausgeschlossen ist. Verboten ist es zudem, am Wahltag ein Werbeschild direkt am Eingang eines Stimmlokals zu platzieren.
Podiumsdiskussion in der Jahnhalle
