NORDENHAM - Seit etwa 30 Jahren spendet Karin Ficke (69) regelmäßig Blut. Ihr verstorbener Mann, der ebenfalls anderen Menschen helfen wollte, hatte sie damals dazu motiviert. Das sei wichtig, könne Leben retten. Jeder könne eines Tages selbst betroffen sein und eine Spende brauchen, sagt sie. Während der Blutspendeaktion des Deutschen Roten Kreuzes in der Stadthalle Friedeburg ist Karin Fricke ebenso wie Erhard Kaminski für die 100. Blutspende geehrt worden.
Bereits zum 75. Mal waren dabei: Elfriede Rada, Elfriede Horn und Frank Dönselmann. „Ich habe im Krankenhaus gesehen, wie wichtig das für das Überleben von Patienten sein kann und gehe seit 25 Jahren drei- bis viermal im Jahr zur Blutspende“, berichtet Elfriede Horn, die bald 70 Jahre alt wird.
„Wir können sagen, dass in Nordenham die Spendenbereitschaft noch immer gut ist“, sagt DRK-Helfer Uwe Spohler. „Es kommen auch viele ältere Mitbürger. Früher lag die Altersgrenze bei 68 Jahren, heute entscheidet der Arzt, ob die Spenderfähigkeit noch gegeben ist.“ Ab 18 Jahren darf Blut gespendet werden.
Laut Uwe Spohler wäre es schön, wenn mehr junge Menschen kommen. Fünfmal im Jahr bietet das Deutsche Rote Kreuz in Nordenham die Möglichkeit. An drei Tagen wie diesen in der Friedeburg kämen etwa 400 Spender. Etwa 13 Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes seien im Einsatz.
Spohlers Ehefrau Rita leitet seit 20 Jahren diese Aktionen. Die Zahl der Spender sei allgemein ein wenig zurück gegangen, nicht aber in Nordenham. „Aber wir brauchen mehr Erstspender und vor allem junge Leute.“
„Blut zu spenden ist eine Bürgerpflicht. Andere tun viel mehr für ihre Mitmenschen. Was wir mit einer Blutspende tun können, ist dagegen eher eine Kleinigkeit“, sagt der Nordenhamer Frank Dönselmann (50), der jetzt für seine 75. Blutspende ausgezeichnet worden ist.
An diesem Donnerstag, 27. Mai, besteht von 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr weitere Gelegenheit zur Blutspende in der Stadthalle Friedeburg. Die nächste Blutspendeaktion in der Friedeburg ist für den 20., 21. und 22. Juli geplant.
