NORDENHAM - Die Stadt Nordenham hat seit Montag ein neues Jugendparlament. Zum Vorsitzenden des Gremiums, das in den nächsten zwei Jahren die Interessen der Kinder und Jugendlichen in Nordenham vertritt, wurde Tarek Larisch von der Realschule I gewählt. Sein Stellvertreter ist Hamza Atilgan vom Gymnasium. Lisa Mühlan (ebenfalls vom Gymnasium) wurde zur Schriftführerin gewählt.
Noch etwas schüchtern betraten die Jugendlichen, die bei den JuPa-Wahlen am 9. März an ihren Schulen die meisten Stimmen bekommen hatten, die Schwelle der Rathaustür.
Vorstandswahlen
Bürgermeister Hans Francksen begrüßte jeden einzelnen mit Handschlag. 9 von 13 Jugendlichen waren zur konstituierenden Sitzung gekommen. Ihre erste Aufgabe bestand darin, einen Vorstand zu wählen. Außerdem mussten die Delegierten für die beiden Ausschüsse gewählt werden, in denen das Jugendparlament vertreten ist. Jannik Richter von der Hauptschule Abbehausen und Malte Austein von der Realschule I werden bei den Sitzungen des Jugend- und Bildungsausschusses dabei sein. In den Ausschuss für Sport, Freizeit und Kultur wurden Kira Lipsky und Tim Rosenau gewählt.
Ihre erste Sitzung nutzten die Jugendlichen, um sich gegenseitig kennenzulernen. Außerdem erfuhren sie von Bürgermeister Hans Francksen, vom zuständigen Amtsleiter Jens Freese und vom Leiter der städtischen Jugendarbeit, Harald Golkowski, was auf sie zukommt und welche Regeln sie bei ihrer Parlamentsarbeit einhalten müssen. Hans Francksen ermunterte die Jugendlichen, selbstbewusst ihre Interessen zu formulieren.
Der neue Vorsitzende Tarek Larisch hat noch keine konkreten Pläne für die Parlamentsarbeit. „Mit ist es wichtig, dass wir alle gut zusammenarbeiten, damit wir etwas bewegen können.“ Der 14-Jährige sagte, dass er sich sehr für Politik interessiere. Das habe ihn auch bewogen, für das Jugendparlament zu kandidieren. Vor einigen Wochen hatte Tarek Larisch gemeinsam mit drei anderen Schülern der Schulzeitung „Aber Hallo“ für eine Woche den Landtag besucht und dabei unter anderem Ministerpräsident David McAllister getroffen. Das Jugendparlament ist aus seiner Sicht eine Art Landtag im Kleinen.
Francksen bedankt sich
Zur konstituierenden Sitzung waren auch einige Mitglieder des alten Jugendparlaments ins Rathaus gekommen. Viele von ihnen beginnen demnächst eine Ausbildung oder ein Studium. Hans Francksen bedankte sich bei den ausscheidenden Parlamentariern und wünschte ihnen alles Gute für den weiteren Lebensweg.
