Berlin/Coburg - Die rechtsextreme NPD muss ihre Mitarbeiter in der Berliner Parteizentrale aus Geldnot vor die Tür setzen. Alle sieben hauptamtlichen Mitarbeiter in der Zentrale hätten ihre Kündigung erhalten, sagte NPD-Sprecher Frank Franz in Berlin. Ursache seien finanzielle Probleme: Der Bundestag hat die Auszahlung der staatlichen Parteienfinanzierung gestoppt, weil die NPD eine Strafe von 1,27 Millionen Euro wegen eines fehlerhaften Rechenschaftsberichts bislang nicht beglichen hat.
Wegen Straßenbauarbeiten hat die NPD inzwischen ihren für das Wochenende geplanten Bundesparteitag in Franken verschoben. Das Landratsamt Coburg hatte Anfang der Woche mit den Arbeiten an der Zufahrtsstraße zu dem Gelände in Lautertal begonnen, auf dem die NPD tagen wollte.
Nach der Absage herrschte Erleichterung in der Region. Am Vortag hatte das Verwaltungsgericht Bayreuth den Antrag der NPD abgelehnt, die Arbeiten zu stoppen.
