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NWZonline.de Nachrichten Politik

Tag Der Arbeit: Digitalisierung bewegt Arbeiter

02.05.2018

Nürnberg /Braunschweig /Berlin /Hamburg Die Gewerkschaften halten angesichts der Umwälzungen in der Arbeitswelt eine Stärkung von Arbeitnehmerrechten für überfällig – und sehen dabei vor allem die Bundesregierung in der Pflicht. Notwendig seien dazu mehr Mitbestimmung und Tarifverträge für alle Beschäftigten, betonten führende Gewerkschaftsvertreter auf zahlreichen Kundgebungen zum „Tag der Arbeit“. Nur so lasse sich etwa die Digitalisierung meistern, die in Büros und Fabrikhallen den Berufsalltag von Millionen Beschäftigen verändern werde, betonten die Redner.

An den rund 500 Veranstaltungen zum Mai-Feiertag nahmen nach DGB-Angaben bundesweit rund 340 000 Menschen teil – etwa 20 000 weniger als vor einem Jahr, als die Bundestagswahl bevorstand. In mehreren Städten Ostdeutschlands verbanden Gewerkschaften die Kundgebungen zum Mai-Feiertag mit Protesten gegen Auftritte rechtsextremer oder rechtspopulistischer Gruppen.

Nach Einschätzung des DGB-Bundesvorsitzenden Reiner Hoffmann wird die Digitalisierung „die Arbeitswelt rasant verändern“. Trotzdem ließen sich die Gewerkschaften davon aber nicht verunsichern. „Wir haben vor 100 Jahren schon den Industriekapitalismus zivilisiert. Heute nennen wir das soziale Marktwirtschaft“, sagte er. Es gehe jetzt darum, die Digitalisierung zu gestalten. Das gehe nur mit starken Belegschaften und Tarifverträgen, sagte Hoffmann bei der Hauptkundgebung in Nürnberg.

„Verdi“-Chef Frank Bsirske forderte die Politik auf, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. „Wir brauchen mehr staatliche Investitionen in die Daseinsvorsorge, in bezahlbaren Wohnraum, in Bildung und Erziehung, in die Alterssicherung“, sagte er bei der Kundgebung in Braunschweig. „Investitionen in die gesellschaftliche Infrastruktur sind auch Gerechtigkeitspolitik“, sagte er.

Tausende Linke und Linksextreme gingen am Abend in Berlin und Hamburg gegen Kapitalismus und Rassismus auf die Straße. Zu den „revolutionären 1. Mai-Demonstrationen“ versammelten sich in Berlin-Kreuzberg rund 1500 Menschen, denen sich immer mehr anschlossen. In Hamburg kamenetwa 2200 Demonstranten. Im Gegensatz zu früheren Jahren blieb es weitgehend friedlich.

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