Köln - Trotz Tausender neuer Stellen bringt der Zustrom Hunderttausender Flüchtlinge den Öffentlichen Dienst vielfach an seine Belastungsgrenze. Darin waren sich Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Spitzenvertreter des Beamtenbunds dbb am Montag bei der dbb-Jahrestagung in Köln einig. Viele Beschäftigte arbeiteten weit mehr als vorgeschrieben, sagte de Maizière. Im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), bei der Polizei, den Kommunen, der Justiz, dem Gesundheitsdienst oder in Kitas kämen viele an die Grenze physischer und psychischer Belastbarkeit, sagte dbb-Vize Willi Russ.
„Auf Dauer können wir nicht auf den hohen Einsatz mit „zig Überstunden und unter hohem Druck bauen“, sagte de Maizière. Zwar gebe es Tausende neue Stellen, allerdings könne Personal nicht bereits durch den Beschluss neuer Stellen ins Amt gezaubert werden.
