Ofenerfeld - Im Oktober findet im Heinrich-Kunst-Haus in Ofenerfeld nichts mehr statt. Und auch gleich die ersten beiden für November geplanten Veranstaltungen haben die Verantwortlichen der Begegnungsstätte wegen Corona absagen müssen.

Das für den morgigen Donnerstag, 29 Oktober, geplante „Bückel eeten“ fällt aus. Ebenso der Basar der Arbeiterwohlfahrt am Sonntag, 1. November. Auch die Veranstaltung „Fahrradreisebericht mit Manfred Schrodke“ am Donnerstag, 5. November, müsse aus persönlichen Gründen und aufgrund der Corona-Pandemie leider abgesagt werden, heißt es auf der Internetseite des Heinrich-Kunst-Hauses.

Dagegen soll das Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938 in Ofenerfeld stattfinden. „Ein Abend gegen das Vergessen“ heißt es am Freitag, 6. November, ab 19.30 Uhr in der Begegnungsstätte. Im Rahmen eines Vortrages und einer Lesung soll an die Judenverfolgung im Dritten Reich erinnert werden.

Nach dem schrecklichen Anschlag 2019 auf die jüdische Synagoge in Halle und weiteren antisemitischen Anschlägen in jüngster Vergangenheit sei es um so wichtiger und dringlicher, sich zu besinnen auf das, was am 9. November 1938 in Deutschland geschah: Nazi-Schergen überfielen jüdische Geschäfte und steckten jüdische Synagogen in Brand. Am 6. November wollen Richter i. R. Dr. Walter Müller und der pensionierte Lehrer Dr. Dieter Thierfeld an dieses wichtige Ereignis erinnern.