Die juristische Auseinandersetzung um den Windpark Etzhorn ist beendet. Doch es bleiben offene Fragen, die nun einer politischen Bewertung bedürfen.

Die Entscheidung der Stadt, für den Windpark eine Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet per Erlass herauszuschneiden, hat bundesweit für Diskussionen gesorgt. Der Konflikt zwischen Natur- und Landschaftsschutz und dem Ausbau der erneuerbaren Energien wurde hier für alle sichtbar – und stieß auch die Naturschutzverbände und die Grünen in innere Konflikte.

Auf der einen Seite der Waage der Klimaschutz, auf der anderen Gefahren für Vögel und Fledermäuse und eine Zerschneidung der Landschaft. Wo ist die Grenze für die Windenergie? Wo diese Kompromisslinie verläuft, wird Gegenstand von Debatten bleiben – und das Ringen um die Umsetzung der beiden gleichermaßen richtigen Ziele auch.

Zudem: Es war der damalige OB Gerd Schwandner, der meinte, dass die Stadt der Wissenschaft mit ihrem starken Energie-Profil einen Windpark auf ihrem Areal braucht. Die Verwaltung bereitete das Vorhaben vor, schwarz/rot nickte es ab. Deswegen ist dem Betreiberkonsortium auch kein Vorwurf zu machen. Es nutzt die Möglichkeiten, klimafreundliche Energie zu erzeugen und damit Geld zu verdienen. Die Verantwortung für den Streit liegt im Rathaus.