Oldenbrok - Einfach unglaublich: Im November 2019 hatte Ratsherr Mark Castens (SPD) beobachtet, wie ein Lkw aus Brake kommend ungebremst den Fußgängerüberweg an der Mittelorter Straße bei Rot überfuhr und dabei eine wartende Person übersah.
Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins der Gemeinde Ovelgönne erfuhren bei weiteren Gesprächen mit Bürgern, dass solche Situationen nahezu an der Tagesordnung seien und dass sie nur mit Sorge den Bereich passieren, der auch vielen Kindern als Schulweg oder Zuwegung zur Kirche dient.
Der Ortsverein wandte sich daraufhin an die zuständige Verkehrsbehörde des Landkreises und bat um Stellungnahme. In der ersten Januarwoche kam das Antwortschreiben des Landkreises, mit dem Hinweis, dass die polizeiliche Auswertung des repräsentativen Dreijahreszeitraumes – 2016 bis 2019 – keine Unfälle mit Beteiligung eines Fußgängers verzeichne.
Daher seien von Seiten des Landkreises an dieser Stelle keine Maßnahmen geplant. Man wolle lediglich kleine Striche an der Furtmarkierung ersetzen, die bei einer Sanierungsmaßnahme entfernt wurden.
Am Tag nach dem Erhalt des Antwortschreibens passierten gleich zwei Unfälle an dem Fußgängerüberweg, bei denen mehrere Personen bei Auffahrunfällen verletzt wurden. Zudem wurden dabei Fahrzeuge direkt über die Furt geschoben. „Wir wollen die Antwort des Landkreises so nicht stehen lassen und können nicht akzeptieren, dass erst Personenschäden von querenden Fußgängern in Kauf genommen werden, bevor vielleicht weitere Maßnahmen ergriffen werden“, sind sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereines einig und fordern nachdrücklich, den Bereich sicherer zu gestalten. Wünschenswert wäre ein blinkendes Gelbsignal, etwa 100 Meter vor der Ampelanlage, welches blinkt, wenn die Ampel für den Kfz-Verkehr auf Rot schaltet und so deutlich auf die Gefahrenlage aufmerksam macht. Darüber hinaus sollte die Haltlinie in angemessener Entfernung ebenso vorverlegt werden, um zusätzlichen Sicherheitsraum zu schaffen.
