OLDENBURG - OLDENBURG - Die Gewerkschaft verdi wird den Streik am nächsten Mittwoch über den Abfallwirtschaft hinaus auf die gesamte Stadt ausdehnen. Betroffen sind mit Sicherheit Kindergärten, möglicherweise auch Jugendfreizeitstätten und andere Einrichtungen.
„Wir rufen alle Beschäftigten der Stadtverwaltung auf,“ sagte verdi-Sekretär Peter Syga gestern zur NWZ . Das wären 1500 der 1900 Mitarbeiter (400 sind Beamte). Wie viele die Arbeit niederlegen, ist ungewiss (der Organisationsgrad bleibt Geheimsache). Eines aber macht Syga klar: „Das ist kein Warnstreik für zwei Stunden; wer streikt, macht das ganztägig.“
Die Stadtverwaltung stellt sich auf Ausdehnung ein. „Wir haben Signale, dass in mindestens drei Tagesstätten gestreikt wird“, sagte Stadtsprecherin Christiane Maaß, „im Hort Schramperweg und in den Kitas Dietrichsfeld und Sperberweg.“ Weitere könnten folgen. In jedem Fall werde es Notdienste geben. Die Kinder vom Schramperweg z.B. würden in der Kennedystraße betreut. „Die Eltern sollten auf die Aushänge in den Einrichtungen achten“, rät die Sprecherin.
Fest steht bereits, dass am Mittwoch Bio- und Restmülltonnen nicht abgefahren werden (die NWZ berichtete). Der Streik richtet sich gegen die Pläne der Arbeitgeber, die Wochenarbeitszeit von 38,4 auf 40 Stunden anzuheben.
