OLDENBURG - OLDENBURG - Neben Kindergärten und Müllabfuhr ist heute auch das Klinikum vom Arbeitskampf betroffen. „Wir haben auch dort alle Beschäftigten zum Streik aufgerufen“, sagte verdi-Sekretär Peter Syga.

Wie viele der 2300 Mitarbeiter des Krankenhauses dem Aufruf folgen, weiß niemand. „Aber kein Patient hat etwas zu befürchten“, versichert der stellvertretende Klinikum-Geschäftsführer Gerhard Jacobs. Mit der Gewerkschaft habe man schon im Vorfeld Notdienst-Vereinbarungen getroffen. Intensivstation, Notaufnahme und Onkologie würden überhaupt nicht bestreikt. Keine notwendigen Operation werde verschoben. Lediglich bei nicht termingebundenen Eingriffen „könnte es sein, dass man sie an einem anderen Tag vornimmt.“ Längere Schlangen in der Aufnahme seien auch nicht zu erwarten.

Von den Kindertagesstätten sind vermutlich drei betroffen. Der Hort Schramperweg bleibt geschlossen. Die Kinder werden in der Kennedstraße betreut. Beeinträchtigungen gibt es wohl auch in den Kitas Dietrichsfeld und Sperberweg. „Kein Kind wird weggeschickt“, sagt Stadtsprecher Jürgen Krogmann, der allerdings den Eltern rät: „Wem es möglich ist, der sollte sein Kinde an diesem Tag anderweitig unterbringen.“

Verdi wehrt sich gegen den Vorwurf, die Gewerkschaft trage den Arbeitskampf auf dem Rücken von Eltern und Kindern aus. „Die Eltern sind im Vorfeld informiert worden“, sagt Syga, „es gibt Absprachen und überall Regelungen für den Notfall.“

Bei der Abfallwirtschaft ist die Sache klar: Bio- und Restmülltonne werden heute nicht geleert. Da die Stadt sich aus Rechtsgründen an der Zusatz-Abfuhr an einem anderen Tag gehindert sieht, bleiben die betroffenen 15 000 Haushalte vier Wochen auf ihrem Müll sitzen. Die Wertstoffannahmestellen und die Mechanische Abfallbehandlungsanlage in Neuenwege bleiben geschlossen. Die Abfuhr von gelbem Sack und blauer Tonnen läuft.

Der (eintägige) Streik richtete sich gegen Versuche, die Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden anzuheben.