OLDENBURG - OLDENBURG - Die schwarz-grüne Allianz hat die ersten Früchte ihres neuen Bündnisses eingefahren: Erst holte sie (für Schwarz) den Aufsichtsratsvorsitz bei der VWG, dann sicherte sie sich (für Grün) erneut den beim Klinikum.
Bei der VWG musste Sozialdemokratin Gesine Multhaupt den Vorsitz für Unions-Ratsfrau Esther Niewerth-Baumann räumen. Damit bleibt es beim Gesetz der Serie, dass diese(r) Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Oberbürgermeister abgewählt wird. Vor fünf Jahren teilte Multhaupt-Vorgänger Lutz Stratmann das Schicksal mit Ex-OB Jürgen Poeschel.
Diesmal ging es etwas turbulenter zu. Den elfköpfigen Aufsichtsrat des Busunternehmens bilden drei Vertreter der EWE (die sich bei der Wahl traditionell neutral verhalten) und acht der Stadt. Das sind Oberbürgermeister, Verkehrsdezernent und sechs Angehörige der Fraktionen: SPD (2), CDU (2), Grüne (1), FDP/BFO (1). Frau Multhaupt wurde zur Wiederwahl vorgeschlagen – und nach dem Gegenvorschlag Niewerth-Baumann begann das Ausloten der Mehrheitsverhältnisse. Als bekannt wurde, dass Oberbürgermeister Gerd Schwandner seine Vertreterin Silke Meyn und Verkehrsdezernent Frank-EgonPantel angewiesen hatte, für die CDU-Vertreterin zu stimmen, zog Multhaupt offenbar sehr schweren Herzens ihre Kandidatur zurück. Das Ergebnis für Esther Niewerth-Baumann: Fünf Ja, ein Nein, fünf Enthaltungen.
Einvernehmlicher lief es gestern Abend beim Klinikum: Der ehemalige Grünen-Fraktionsvorsitzende Berndt Zabel wurde ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Eine sehr frühe schwarz-grüne Koalition hatte gemeinsam mit den Mitarbeiter-Vertretern Zabel 2003 ins Amt gebracht. Der neunköpfige Aufsichtsrat besteht aus Mitarbeitern (3), OB und für die Fraktionen SPD (2), CDU (1), Grüne (1) und FDP/BFO (1).
Spannend wird’s im Dezember beim Weser-Ems-Hallen-Aufsichtsrat (13 Sitze: Mitarbeiter 3, SPD 3, CDU 2, Grüne 2 FDP/BFO 1, Linke 1 und OB). Vize Hans-Jürgen Klarmann (CDU) zur NWZ : „Ich trete an“. Vorsitzender Rainer Zietlow (SPD): „Dann gibt es zwei Kandidaten.“
