OLDENBURG - OLDENBURG - Der Führerschein mit 17 Jahren ist auch nach über zwei Jahren Bewährungszeit immer noch ein Streitthema, allerdings überwiegen in letzter Zeit die positiven Aspekte.

Besonders die meisten Fahrlehrer sind von dem Modell überzeugt. „Ich finde die Idee klasse. Erstens ist es von der Ausbildung her kein Unterschied ob man mit einem 17-jährigen oder 18-jährigen fährt und zweitens ist die Fahrerfahrung einfach ein riesiger Vorteil: In der Fahrschule fahren die Fahrschüler um die 800 Kilometer. Wenn sie danach aber noch mit den Eltern fahren, kommen sie so vielleicht bis zu 5000 Kilometer.“, so Thomas Kames, Ausbilder bei der Oldenburger Fahrschule PS.

Auch seine Fahrschülerin, Fenja Gärtner, ist mit ihrem Entschluss, den Führerschein schon mit 17 Jahren zu machen zufrieden: „Es ist einfach praktisch, wenn man mit seinen Eltern nach dem Führerschein üben kann. Das gibt einem dann Sicherheit.“

Der ADAC hingegen hatte zum Start große Vorbehalte gehabt und mit höheren Unfallzahlen gerechnet. Zwei Jahre nach Projektstart ist aus der Kritik ein Schweigen geworden. Sprecher Norbert Lausch aus Bremen mochte die Entwicklung nicht kommentieren, da der ADAC selbst keine Erhebung von Unfalldaten durchführe.

Niedersachsens Verkehrsminister Walter Hirche, der als Vater des Modellversuchs gilt, hatte bereits vor einem Jahr ein positives Fazit gezogen. Gutachten hätten ergeben: „Wer begleitet fährt, fährt auch anschließend sicherer."