OLDENBURG - OLDENBURG - Wo in den vergangenen Jahren gerade mal zwei Hundertschaften wachten, sind bald 1100 Soldaten konzentriert. Die Henning-von-Tresckow-Kaserne im Stadtsüden wird der Fallschirmjäger-Standort der Region. Der Umzug von der Donnerschwee-Kaserne läuft, im Sommer kommt Zuwachs aus Wildeshausen.
„Wir sind im Plan“, sagt Oberst Dieter Warnecke. Der Kommandeur der Oldenburgischen Luftlandebrigade ist selbst frisch von Donnerschwee nach Bümmerstede gewechselt – mit 350 Soldaten im Gefolge. Am neuen Domizil schätzt er vor allem „die Nähe zum Übungsplatz“.
Die Brigade bleibt in Bewegung. Im Juni kommen 200 Soldaten aus Wildeshausen. Das ist Teil der Neustrukturierung, mit der die insgesamt 3200 Mann starke Luftlandebrigade von fünf Standorten (u.a. noch Varel und Lüneburg) auf zwei konzentriert wird: Oldenburg (mit dann Fallschirmjägern) und Seedorf an der Strecke von Bremen nach Hamburg – aus Sicht des Kommandeurs ein großer Fortschritt.
Für die Stadt bedeutet der Rund-Umzug des Militärs das Ende der Donnerschwee-Kaserne (die NWZ berichtete). Das Verteidigungsbezirkskommando (ca. 60 Personen) wird aufgelöst. Das Kraftfahrzeugausbildungszentrum (45 Dauer-Stellen und ca. 120 Lehrgangsteilnehmer) und kleinere Einheiten wie Sanitätsstaffel und Fernmelder (alles in allem 55 Leute) ziehen im Laufe des Jahres auch nach Bümmerstede.
Und da fangen für den Kommandeur die Probleme an, die Warnecke gestern auch dem CDU-Verteidigungsexperten und Bundestagsabgeordneten Thomas Kossendey bei dessen Besuch in der vom Heeres- zum Fallschirmjägerstandort gewandelten Tresckow-Kaserne vortrug. Bei 1100 Soldaten und etlichen Diensträumen „wird es jetzt etwas eng.“
DAS IST DIE BRIGADE
