OLDENBURG - Etwa 400 überwiegend junge Leute haben nach einem Aufruf der Piratenpartei am Sonnabendnachmittag auf dem Schlossplatz gegen den umstrittenen Acta-Vertrag demonstriert. Die von eigenen Ordnern begleitete Kundgebung verlief fröhlich-friedlich, die Polizei hatte keine Arbeit.

Dass die Bundesregierung kurz zuvor die Unterzeichnung des Abkommens zur Durchsetzung des Urheberrechts ausgesetzt hatte, wurde zwar anerkannt, hatte die Demo-Premiere der Stadt-Piraten in deren Augen aber nicht überflüssig gemacht. „Das ist keine Selbstdarstellung der Piraten“, versicherte deren stellvertretender Vorsitzender Gilbert Oltmanns zum Auftakt der Veranstaltung, seiner nach eigenen Angaben ersten Demonstration, „das ist eine Veranstaltung von Demokraten für Demokraten.“

Neu-Ratsherr Jan-Martin Meyer setzt sich mit den Vertrags-Inhalten auseinander. „Wir wollen keine Diktatur von Markenschützern und Patentlobbyisten“, sagte er. „Wir wehren uns dagegen, dass Konzerne für uns Gesetze machen, statt wir für die.“