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NWZonline.de Nachrichten Politik

NordLB schlechtestes deutsches Institut

03.11.2018

Oldenburg /Hannover /Frankfurt /London Beim Stresstest der europäischen Bankenaufsicht EBA hat die NordLB, die auch über eine Niederlassung in Oldenburg verfügt, von den acht deutschen Instituten am schlechtesten abgeschnitten.

Im Krisenszenario bis 2020 schrumpfte die harte Kernkapitalquote der Landesbank auf 7,07 Prozent, wie die EBA am Freitagabend in London mitteilte. „Das Stresstest-Ergebnis der NordLB bewegt sich damit im Rahmen der Erwartungen und brachte keine Überraschungen“, erklärte der NordLB-Chef Thomas Bürkle. Die Bank, an der die Länder Niedersachsen und Sachsen-Anhalt beteiligt sind, habe in den vergangenen Jahren in großem Umfang Risiken aus dem Schiffsportfolio abgedeckt, was auf die Kapitalausstattung drückte.

Den Großbanken der EU wurden in Sachen Krisenfestigkeit solide Zeugnisse ausgestellt. „Die Eigenkapitalpuffer der Banken sind generell zu niedrig“, kritisierte gleichwohl der finanzpolitische Sprecher der Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel. Für die NordLB müsse ein Sanierungskonzept vorgelegt werden, forderte er, bei dem eine Zusammenarbeit mit anderen Landesbanken Priorität haben müsste.

Die ebenfalls oppositionelle FDP dagegen forderte, den Großteil der Bank schnellstmöglich zu privatisieren: „Nur dann kann sie eine Chance auf eine dauerhafte Existenz am Finanzplatz Hannover haben“, sagte der Vizechef der niedersächsischen FDP-Fraktion, Christian Dürr. Steuergelder für die Rettung von Banken zu nutzen würden das Vertrauen in die Marktwirtschaft untergraben. „Der Stresstest bestätigt meine Befürchtung, dass die NordLB ein erhebliches Risiko für den Steuerzahler darstellt“, meinte der Landtagsabgeordnete am Freitag.

Die NordLB wies darauf hin, dass sie seit dem vorigen Stresstest im Jahr 2016 aus eigener Kraft eine Risikovorsorge in Höhe von insgesamt 3,9 Milliarden Euro neu gebildet habe. Das habe aber auch die Kapitalbasis des Geldhauses belastet.

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