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NWZonline.de Nachrichten Politik

Niedersachsen soll einen neuen Feiertag bekommen

18.11.2017

Oldenburg /hannover 1500 neue Lehrer, kostenlose Kitas ab August 2018 – und ein neuer Feiertag! Der Punkt im Koalitionsvertrag von SPD und CDU, der schon für viel Diskussionspotenzial gesorgt hat. Welcher Tag es am Ende wird, soll nun in Gesprächen mit den Kirchen und der Wirtschaft festgelegt werden. „Wir wollen uns auch vergewissern, was das an Kosten für die Wirtschaft nach sich ziehen würde“, erklärte der CDU-Landesvorsitzende Bernd Althusmann. Favorisiert wird Medienberichten zufolge offenbar der 31. Oktober.

In diesem Jahr war der Reformationstag – anlässlich des 500. Jahrestags des Thesenanschlags von Martin Luther – zum ersten Mal ein bundesweiter Feiertag. Bereits Anfang des Jahres hatte Bernd Busemann (CDU) eine entsprechende Diskussion ins Rollen gebracht. Der damalige Landtagspräsident erklärte im März, die einst gestrichenen Reformationstag und Buß- und Bettag wieder zu Feiertagen zu machen. Dem schlossen sich SPD und Grüne an – die FDP äußerte hingegen starke Bedenken. Parteichef Stefan Birkner befürchtete eine Belastung für die Wirtschaft, wenn es einen Arbeitstag weniger gäbe.

Ein weiterer Feiertag werde das Land eine Milliarde Euro an Wirtschaftsleistung kosten, warnte Ende Oktober auch der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Volker Müller. Der Verband Niedersachsenmetall mahnte, es gebe wichtigere Probleme im Land, etwa den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel, aber auch Digitalisierung und Bildung. Allein die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie würde ein neuer Feiertag rund 80 Millionen Euro kosten.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte sich bereits im Frühjahr hingegen hinter Busemanns Vorschlag gestellt. Die Gewerkschaftler verwiesen darauf, dass Niedersachsen mit neun gegenüber Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern mit zwölf beziehungsweise 13 gesetzlichen Feiertagen zu den bundesweiten Schlusslichtern gehört.

Dass der neue Feiertag wohl tatsächlich Bestandteil der GroKo-Verhandlungen ist, wurde endgültig am 30. Oktober klar, als Ministerpräsident Stephan Weil auf Facebook ein ausführliches Statement veröffentlichte und sich für den zusätzlichen freien Tag aussprach.

„Bayern hat zum Beispiel 13 gesetzliche Feiertage, in Niedersachsen sind es dagegen nur 9 Feiertage. Und um einem Einwand gegen einen zusätzlichen Feiertag bei uns vorzubeugen: Bayern ist trotzdem wirtschaftlich besonders erfolgreich, da scheinen die Feiertage nicht zu stören“, so der Landeschef der SPD.

Eine Umfrage von NWZonline, ob der Reformationstag nicht immer ein Feiertag in Niedersachsen sein sollte, stieß im Internet auf große Resonanz – die Meinungen der Leser gingen dabei weit auseinander.

„Nein. Man sollte diesen religiösen Anlässen nicht ständig einen Stellenwert zuteilen, den sie schon längst (zurecht!) nicht mehr haben“, schreibt der eine. Ein anderer argumentiert: „In einem vollen Berufsleben von 45 Jahren arbeitet ein Bayer ein Jahr weniger als ein Niedersachse.“

Lesen Sie dazu hier ein Pro und Contra von Norbert Wahn und Alexander Will

An einer entsprechenden Umfrage auf NWZonline nahmen rund 1.000 Leser teil –mit eindeutigem Ergebnis. 81 Prozent finden, der Reformationstag sollte ein dauerhafter Feiertag sein, 11 Prozent entschieden sich dagegen.

Der 31. Oktober fällt im Jahr 2018 übrigens auf einen Mittwoch.

Norbert Martens Redakteur / Online-Redaktion
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Christian Ahlers Redakteur / Online-Redaktion
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