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NWZonline.de Nachrichten Politik

IT-Campus für Oldenburg gefordert

22.06.2018

Oldenburg /Hannover Die Wirtschaft im Nordwesten macht sich geschlossen stark für einen „IT-Campus“ in Oldenburg. In einer gemeinsamen Initiative wird mit Blick auf die aktuelle Kabinettsklausur zum Haushalt 2019 an die Landesregierung appelliert, die Mittel für den Aufbau dieser Technologieschmiede in Uni-Nähebereitzustellen. Konkret wird Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in einem gemeinsamen Brief gebeten, diese Zukunfts-Investition „mit hoher Priorität zu versehen und im Masterplan Digitalisierung als Leuchtturmprojekt zu verankern“.

Mehrere Organisationen bestätigten den Brief. Er wurde unterzeichnet von den Spitzenrepräsentanten Martin Steinbrecher (Wirtschaftliche Vereinigung Oldenburg/Der Kleine Kreis), Gert Stuke (Oldenburgische IHK), Jörg Waskönig (Arbeitgeberverband Oldenburg), Manfred Kurmann (Handwerkskammer Oldenburg) und Gerhard Schwetje (Landwirtschaftskammer Niedersachsen).

Der Brief ging demnach auch an Landesminister – darunter Bernd Althusmann (Wirtschaft), Björn Thümler (Wissenschaft) aus Berne und Olaf Lies (Umwelt) aus Sande – sowie die Fraktionsvorsitzenden Johanne Modder (SPD) und Dirk Toepffer (CDU).

„IT“ steht für Informationstechnik. Bei dem „weit über Niedersachsen sichtbaren Campus“ gehe es um „Entwicklungsmöglichkeiten für Studierende, Wissenschaftler, Gründer und Unternehmen“, hieß es. „Der Campus soll in der internationalen Sichtbarkeit bezüglich der Informatik einen (...) Stellenwert einnehmen, wie es sich St. Gallen in Wirtschaftswissenschaften erarbeitet hat.“

Martin Steinbrecher sagte: „Es geht um eine tolle Chance für Oldenburg und die ganze Region.“ IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Peters betonte die vorhandenen Institutionen rund um IT als Basis. Auch für die Weiterentwicklung der „European Medial School“ werde das neue Wissen wichtig sein. Viele regionale Firmen, darunter Cewe mit bereits mehr als 150 IT-Entwicklern in Oldenburg, haben starkes Interesse, wie Cewe-Sprecherin Christine Hawighorst bestätigte.

Klar ist jetzt erst einmal: Wissenschaftler aus der Informationstechnik (IT), Unternehmer und Regionalpolitiker schauen gebannt in Richtung Landesregierung: Bei der Kabinettsklausur sollen jetzt Eckdaten für den Landeshaushalt 2019 festgezurrt werden.

Wird die Forderung der regionalen Wirtschaft im Nordwesten zur Errichtung eines „IT-Campus“ in Oldenburg gehört? Konkret: Werden die nötigen Mittel für den Aufbau einer solchen Technologieschmiede bereitgestellt? Da gibt es viele Begehrlichkeiten und starke Konkurrenz. Fällt eine grundsätzliche Entscheidung, muss immer noch geklärt werden: Aus welchem „Digitalisierungs“-Topf wird das Oldenburger Projekt gefördert.

Klar ist: In Oldenburg gibt es bereits ein starke Basis. Darauf wiesen am Donnerstag auch die fünf Wirtschaftsorganisationen hin, die sich in einem Brief an Ministerpräsident Stephan Weil gemeinsam für das zukunftsträchtige Projekte stark machten. „Wir müssen jetzt Flagge zeigen. Es gibt viele gute Gründe für Oldenburg“, sagte Martin Steinbrecher (Kleiner Kreis). Dazu zählen etwa das auch international bekannt Institut Offis, die Universität insgesamt, die vom Bund geförderte Forschungsgesellschaft DLR, zahlreiche Förder-Institutionen für oft technologieorientierte Gründungen, auch starke Unternehmen wie der EWE-Konzern oder der Foto- und Onlinedruckspezialist Cewe.

Die Forderung, diese Szenerie nun um einen „IT-Campus“ zu ergänzen, sei in der Region „sehr breit verankert“, sagt Jürgen Lehmann, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Oldenburg (AGV). Die Digitalisierung erfasse ja auch alle Branchen – selbst die Landwirtschaft, deren Kammer den gemeinsamen Finanzierungsappell mitträgt (neben IHK, Handwerkskammer, AGV und dem „Kleinen Kreis“).

Konkret ist bereits ein Grundstück zwischen Wechloy und Haarentor für den IT-Campus ins Auge gefasst, in Nähe der Uni. Offis als ein „Kern“ könnte aus seinem zurzeit beengten Quartier dorthin umziehen, und viele andere könnten folgen – Wissenschaftler, Studierende, Gründer und wissensorientierte Firmen. Das Interesse sei „stark“, sagte Joachim Peters (Oldenburgische IHK).

Auch er wies mit den anderen Initiatoren auch auf die „European Medical School“ (EMS) hin. In Medizin und Gesundheitswesen schreite die Digitalisierung voran. Ein „IT-Campus“ könnte auch der EMS wichtige Impulse geben.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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