Oldenburg/Löningen - Die Klausurtagung des CDU-Landesverbands Oldenburg zur Vorbereitung des Landesparteitags im Februar in Wildeshausen war quirlig gewesen. An Thementischen wurden die Teilnehmer auf die verschiedenen inhaltlichen Herausforderungen vorbereitet, berichtet die CDU-Landesvorsitzende und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Silvia Breher (Löningen). Alles stand unter dem Thema: „Was müssen wir in der Region ändern“, sagte sie und bedauert die (Coronavirus-bedingte) Absage des für Samstag in Ganderkesee geplanten Landesparteitags, auf dem die Zukunftsthemen hätten behandelt werden sollen.

Die inhaltliche Diskussion soll stattfinden, aber ein Ersatztermin soll erst nach Überwindung der Corona-Epidemie anberaumt werden. Neben dem Thema Innere Sicherheit beschäftigt die Christdemokraten des Oldenburger Landes der Ausbau die European Medical School (EMS) an der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Uni Groningen. „Die muss so ausgestattet werden, dass es nachhaltig ist“, sagte Breher zur Diskussion um den Ausbau der EMS. Derzeit ist geplant, künftig 200 Medizinstudenten pro Semester zuzulassen und das dafür nötige neue Hörsaal- und Forschungsgebäude zu bauen.

Ein weiteres Thema ist der Familien-entlastende Dienst. Darunter versteht man Betreuungsangebote für Familien, in denen ein Kind mit Behinderung lebt. Das können Freizeitaktivitäten, Begleitung bei Arztbesuchen oder die Begleitung beim Einüben von Alltagskompetenzen sein. Die Landeszuschüsse für dieses Vorhaben dürften nicht enden, sie sollten fortgesetzt werden, war eine Forderung aus der CDU-Klausurtagung.

Darüber hinaus beschäftigen sich die Christdemokraten im Oldenburger Land mit der Förderung der Mobilität auf dem Land. „Flächenübergreifend denken zum Beispiel bei Busverbindungen. Und wie kann man Konzepte aus der Stadt aufs Land übertragen?“, sagt Breher und propagiert Rufbuskonzepte.

Natürlich ist die Landwirtschaft ein Riesenthema bei der CDU. Da sind zum Beispiel die Biogasanlagen, von denen die ersten aus der Förderung (Erneuerbare-Energien-Gesetz) herausfallen. Man könne diskutieren, ob man die zur Nutzung von Biomethan umstellt, das Methangas der Biogasanlagen also nicht zur Herstellung von Strom, sondern von Mobilität nutzt.

Da der Landesparteitag dazu ja keine Empfehlung abgeben wird, will Breher das Thema in die parlamentarische Arbeit einbringen. Die nächste Sitzungswoche des Bundestags soll stattfinden, dann will Breher auch nach Berlin. Allerdings nicht wie sonst mit dem Zug, sondern mit dem Auto.