OLDENBURG - Die Politikerin kritisiert die Pläne der Landesregierung. Sie hat auch eine kleine Anfrage zur Polizei-FH gestellt.
Von Rainer Dehmer
OLDENBURG - Schon wieder Sorgen um die Zukunft der Polizei-Fachhochschule: Wie die Landtagsabgeordnete Heike Bockmann (SPD) erfahren hat, sollen für den Unterrichtsbetrieb dringend erforderliche Arbeitsplätze nach Nienburg verlagert werden. Vor zwei Jahren war sogar die Schließung der FH (rund 550 Studenten sowie mehr als 60 Dozenten und Lehrkräfte) an der Bloherfelder Straße in der Diskussion (NWZ berichtete).Die Politikerin möchte die Verlagerung von Arbeitsplätzen verhindern und setzt sich dafür ein, dass der Hauptsitz der künftigen Polizeiakademie nach Oldenburg und nicht nach Nienburg kommt. Dazu hat sie eine kleine Anfrage gestellt, die die Landesregierung beschäftigen wird.
Zum Hintergrund: Die Neuordnung der Aus- und Fortbildung im öffentlichen Dienst des Landes sieht u.a. vor, die Niedersächsische Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege (Fakultät Polizei) aufzulösen und dafür die Polizeiakademie Niedersachsen mit Sitz in Nienburg und den Außenstellen in Oldenburg und Hannoversch-Münden einzurichten. Einziehen soll die Polizeiakademie ins Gebäude der vor der Auflösung stehenden Fachhochschule Bau in Nienburg.
Dieses Vorhaben der Landesregierung erfordert nach Angaben von Heike Bockmann fünf Millionen Euro teure Umbauarbeiten. „Das ist planlose Geldverschwendung“, kritisiert sie. Die seit 1994 bestehende Oldenburger Polizei-FH hätte dagegen genügend Kapazitäten.
Ob Arbeitskräfte in Oldenburg abgezogen werden sollen, konnte Prodekan Rainer Lask gestern nicht sagen. Jürgen-Johannes Kaul, Planungsbeauftragter für den Aufbau der Polizeiakademie, verwies darauf, dass das „Personalkonzept noch nicht im Detail feststeht“.
