Oldenburg/Neusüdende - Das „Bürgerfest“, das die Bahn anlässlich des offiziellen Beginns des Ausbaus der Strecke durch Oldenburg feiert, dürfte die 11 000 Einwender gegen das Planfeststellungsverfahren eher verhöhnen: Diese Kritik äußert die Interessengemeinschaft für die Bürger und ihre Umwelt im Großraum Oldenburg. Der „erste Spatenstich“ stehe symbolisch für das Ziel, die Gütertransporte von und zum Jade-Weser-Port mitten durch Oldenburg zu beschleunigen mit allen Nachteilen und Gefahren für die Anlieger, kritisiert der Verein. Weder ein Haltepunkt Neusüdende noch ein Bahnhof Ofenerdiek werde eingeweiht. Den Anliegern bleibe in Erinnerung der Satz vom Bahnvorstand Rüdiger Grube: „Es ist unser Bestreben, möglichst nicht durch Ortschaften zu fahren“.

Die Bahn hat für Freitag, 28. Februar, hochrangige Vertreter der Politik zum offiziellen Spatenstich eingeladen. Für den Nachmittag ist ein öffentliches Bürgerfest geplant. Die Bahn baut die Strecke durch Oldenburg aus. Dabei entstehen unter anderem Lärmschutzwände an längeren Abschnitten zwischen Pferdemarkt und Neusüdende.