Oldenburg - Es war ein großer Tag für den Daimler-Konzern – aber nicht nur für ihn. Die Stuttgarter eröffneten ihre erstes Mercedes-Produktionswerk in Russland.
So etwas ist ja nicht selbstverständlich in diesen Zeiten, die von Meinungsverschiedenheiten und Konfliktherden geprägt sind. Und so kann man die deutsche Investition nur begrüßen. Sie ist vom Volumen her gar nicht so gewaltig – aber doch voller Symbolkraft für die Beziehungen, für Russen wie Deutsche. Denn eigentlich wollen beide Seiten ja enger zusammenarbeiten, statt immer neue Sanktionen einzuführen. Man schätzt sich als verlässliche Lieferanten. Deutsche Produkte genießen in Russland einen hervorragenden Ruf. Auf Arbeitsebene läuft es gut. Das ist angesichts der Differenzen in der großen Politik besonders wichtig.
Sicher hat man im Daimler-Vorstand aber weniger die Symbolkraft für die große Lage vor Augen als vielmehr die eigene Konzernstrategie. Und die heißt seit einiger Zeit: Mehr Autoproduktion in den jeweiligen Märkten. Da Russland ein bedeutender Absatzraum ist, wurde ein eigenes Werk dort höchste Zeit.
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