Oldenburg - Wen wundert’s eigentlich noch? Mal wieder hat Donald Trump einen wichtigen politischen Mitstreiter gefeuert. Oder hat John Bolton selbst gekündigt? Man weiß es nicht so genau. Sicher ist dagegen: Unter dem aktuellen Präsidenten bleibt die Unberechenbarkeit Programm.
Am Dienstag traf es also den nationalen Sicherheitsberater. Und in diesem Fall muss man konstatieren: Trump hat richtig gehandelt. Denn Bolton, der in seiner Funktion der Hauptberater des Präsidenten in Sachen Sicherheits- und Außenpolitik war, lag mit seiner Meinung oft konträr zu seinem Chef. Während Bolton knallharter Verfechter der These ist, durch weltweite militärische Einsätze die Interessen der USA durchzusetzen, bevorzugt Trump das Einfädeln von „Deals“ – natürlich immer zu seinem Vorteil. Zuletzt trat dieser Gegensatz bei den Verhandlungen mit den Taliban zutage. Trump war einem Abkommen nicht abgeneigt, Bolton hielt das für totalen Quatsch. Nun zog Trump die Reißleine – mal wieder.
