OLDENBURG - Der geplante Verkauf der Siedlung Brokhausen bleibt ein Thema für die Politik. In der Ratssitzung am kommenden Montag, (17 Uhr, PFL) will sich die Interessengemeinschaft der Anwohner in der Einwohnerfragestunde zu Wort melden. Zudem haben SPD, Grüne, Linke und Piratenpartei Anträge zur Unterstützung des Kaufs durch die Mieter gestellt.
Wie berichtet, will die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) die Flughafensiedlung an einen Investor verkaufen. Die Ausschreibung soll im Herbst erfolgen. Den Verkauf einzelner Häuser an interessierte Mieter lehnt die Bima ab. Grund: Der Paketverkauf sei wirtschaftlicher.
Aktuell verhandeln Bima und Stadtverwaltung über einen Verkauf der Straßen und Grünflächen in der Siedlung. Laut Verwaltung hat die Bima der Stadt als Käufer ein Angebot zur Übernahme der Straßen unterbreitet.
Die Interessengemeinschaft der Anwohner hofft aber nach wie vor auf eine Mieterprivatisierung. Nach Auskunft von Max Lindenberg von der Initiative haben bei einer Befragung der 161 Mietparteien 68 Kaufinteresse geäußert. Das entspricht einer Quote von 42 Prozent.
Gleichzeitig befürchtet die Interessengemeinschaft, dass nach einem Verkauf an einen Investor Mieterhöhungen folgen werden. In einem von 170 Anwohnern unterzeichneten Schreiben wird der Rat aufgefordert, eine für die Anwohner „transparente und mieterverträgliche Veräußerung der Häuser durchzusetzen“. Die Unterschriftenlisten sollen den Ratsfraktionen am Montag übergeben werden.
Den Vorwurf der Initiative, die Bima sei sich bereits mit einem Investor einig, wies Wera Buhr, stellv. Leiterin des Bima-Büros Oldenburg, am Donnerstag gegenüber der
