OLDENBURG - Das Land steht zu seinem Zuschuss für das „Schlaue Haus“. Eine Million Euro hat die Niedersächsische Landesregierung aus dem Konjunkturpaket II nun auch für die neuen Bauherren bewilligt. Das berichtete Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) am Dienstag nach der Kabinettsitzung.
Dass es eine kontroverse Diskussion über die Zusage für das „Schlaue Haus“ geben würde, hatte Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) bereits am Vortag bei seinem Besuch angedeutet. Aber die Frage müsse erlaubt sein, ob ein Projekt, das von der Ratsmehrheit der Stadt abgelehnt wurde, dennoch vom Land mitfinanziert werden könne.
„Bei den Beratungen hat sich die Auffassung durchgesetzt“, so berichtete Minister Stratmann, „dass die positive Entwicklung von Wissenschaft und Forschung in Oldenburg und im gesamten Nordwesten mit dieser Entscheidung anerkannt und honoriert werden soll.“
Vielleicht half es, dass Projektleiter Dr. Rainer Lisowski dem Ministerpräsidenten das Vorhaben bei dessen Besuch engagiert erläuterte. Überdies hatten auch die Professoren Jürgen Appelrath (Uni-Vizepräsident und Offis-Vorstand) und Wolfgang Nebel (Offis-Vorstandsvorsitzender) Wulff gegenüber bekräftigt, dass die Sponsoren aus der Wirtschaft zu ihren Zusagen stünden.
In China hörte auch OB Gerd Schwandner die frohe Botschaft, und er dankte der Landesregierung. Wie Lisowski war er der Auffassung, dass das „Schlaue Haus“ eine ideale Zukunftsperspektive biete, so dass das Engagement aus den Projekten der Stadt der Wissenschaft nicht verpuffe. Professor Jürgen Appelrath sprach von einem Luftsprung, den nun alle machten. „Damit ist die Wissenschaft im Herzen der Stadt angekommen“, meinte er mit Blick auf den Standort Schlossplatz 16.
