OLDENBURG/WESERMARSCH - Für die verkehrliche Anbindung der südlichen Wesermarsch an Oldenburg und insbesondere an die A 29 wäre sie von Vorteil, doch sie stößt auf Widerstand der Bevölkerung von Klein Bornhorst: die seit nunmehr 20 Jahren in Rede stehende Verlängerung der Nordtangente bis zur Elsflether Straße (L 865). Am Donnerstag war die neue Trasse Thema im Bauausschuss des Oldenburger Rates – doch ein Beschluss, in die Bauleitplanung einzusteigen, kam dort nicht zustande. Verfolgt wurde die Sitzung von Einwohnern aus Klein Bornhorst, die auf Papptafeln ihrem Protest Ausdruck gaben.
„So eine Trasse macht schon Sinn“, findet der Oldenburger Baudezernent Dr. Frank Pantel, „die Politik hofft aber noch auf ein Einverständnis mit den betroffenen Bürgern.“ Weil es hieran zurzeit noch mangelt, sei die Stadtverwaltung vom Ausschuss beauftragt worden, für die neue Trasse, die zwischen Autobahn und Klein Bornhorst verlaufen und das Dorf mitnichten zerschneiden soll, um Akzeptanz zu werben. „Von großen Teilen der Politik wird der Bau als vernünftige Maßnahme angesehen“, fasste Pantel seine Eindrücke aus der Sitzung zusammen.
Ob sich die Stadt Oldenburg eine Fortführung der Planungen in absehbarer Zeit wird leisten können, muss sich erst noch zeigen. Die Kosten für Planung, Grundstücksankauf und Bau werden schließlich auf beachtliche 1,7 Mio. Euro geschätzt, und den größten Teil davon müsste die Stadt zahlen.
