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NWZonline.de Nachrichten Politik

Medizin: Organspenden auf Tiefpunkt

13.11.2013

Berlin Die Zahl der Organspender ist in den vergangenen zehn Monaten auf den tiefsten Stand seit Jahren eingebrochen: auf 754. Das sind 15,5 Prozent weniger als von Januar bis Oktober 2012, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Dienstag bei ihrem Jahreskongress in Berlin mit. „Diese Situation ist unvertretbar“, sagte DSO-Vorstand Rainer Hess.

11 300 Menschen warten in Deutschland auf ein geeignetes Organ. Den massivsten Einbruch bei den Spendern gab es im August, als nur 56 Menschen Organe spendeten – nach fast 100 im Vorjahresmonat. Im Oktober waren es dann 79 Spender.

Die Zahlen sinken seit 2010. Noch rasanter abzusacken begannen sie, nachdem im Sommer 2012 der Skandal um Manipulationen bei der Organvergabe bekannt wurde.

Hess rief dazu auf, die Kriterien bei der Organvergabe zu überdenken. „Das geht sehr stark nach Dringlichkeit.“ Fraglich sei, ob die Erfolgsaussichten genug berücksichtigt würden.

Um Probleme und Erfolge besser einschätzen zu können, brauche es ein Transplantationsregister. Risiken von Empfängern und Spendern sollten aufgelistet werden – dann könne man sagen, wann eine Organvergabe erfolgversprechend sei. Hess warnte aber vor zu großen Hoffnungen: „Wir werden immer einen Mangel an Organen haben.“

Der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn sagte, gesetzliche Reformschritte seien gemacht. Nun komme es darauf an, Vertrauen in der Bevölkerung in die Organspende und -vergabe wieder zu stärken. Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, es sei bereits viel erreicht worden. „Daher ist das jetzt der Tiefpunkt der Transplantationsmedizin in Deutschland.“

Derzeit verschicken die Krankenkassen infolge der jüngsten Reform massiv Organspendeausweise an die Versicherten. Möglichst viele Menschen sollen sich laut Gesetzgeber entscheiden, ob sie nach ihrem Tod spenden wollen.

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