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NWZonline.de Nachrichten Politik

Versorgung mit gigabitfähigen Anschlüssen bis 2025

23.10.2019

Osterholz-Scharmbeck Ist der letzte Balken im Handy-Display weg oder geht die Datenverbindung am PC schon bei einfachen Suchanfragen in die Knie, ist klar: Man befindet sich an einem weißen, zumindest aber grauen Fleck. Auch in Niedersachsen gibt es sie noch.

Stefan Muhle spricht von unbewohnten oder kaum bewohnten „Problemclustern“ und von Landstrichen im Süden Niedersachsens oder der Lüneburger Heide. „Aber es muss unser Anspruch sein, dass man von allen Ecken Niedersachsens Notrufe absetzen kann“, sagte der Staatssekretär für Digitalisierung am Dienstag beim 9. Breitbandgipfel Niedersachsen-Bremen.

Rund 300 Experten kamen dazu in die Stadthalle nach Osterholz-Scharmbeck. Sie alle eint das Interesse am raschen Ausbau des Glasfasernetzes für das schnelle Internet und der Lückenschluss bei der Mobilfunkversorgung. Es geht um Milliarden Euro und um ambitionierte Ziele.

Bis 2025 soll jeder Haushalt in Niedersachsen einen gigabitfähigen Anschluss haben – 100 Prozent. „Heute sind es 39 Prozent“, sagte Peer Beyersdorff, Chef des Breitbandzentrums Niedersachsen-Bremen.

„Der durchschnittliche Privatnutzer, der im Internet surft und ab und zu vielleicht mal Netflix schaut, der kommt sicher mit 20 bis 50 Megabit pro Sekunde aus“, ordnete Christoph Krösmann vom Digitalverband Bitkom die Relation. „Aber das Gigabit-Ziel ist völlig richtig.“ Das werde vor allem mit zunehmenden Virtual-Reality-Anwendungen ein Thema. Schon jetzt sei das bei Krankenhäusern mit großem Bilddatenvolumen oder an Schulen sinnvoll. Bei Privatnutzern seien dagegen der Bedarf und auch die Zahlungsbereitschaft gering.

Die Versorgung in Niedersachsen mit 30 Mbit liegt zurzeit bei 84 Prozent und die für 100 Mbit bei 65 Prozent. Es geht dabei immer um die Datengeschwindigkeit beim Herunterladen von Inhalten aus dem Internet. 78 Prozent der Schulen sind laut Landesregierung bereits gigabitfähig oder befinden sich im Ausbau dazu. Das gleiche gelte für rund zwei Drittel der Krankenhäuser, so Muhle.

Doch es ist vor allem die oft angesprochene „letzte Milchkanne“, bei der der Anschluss auf dem flachen Land exorbitant teuer wird. „Die Förderkulissen von Bund und Land sind darauf nicht zugeschnitten, deshalb müssen die Kommunen hierfür mit hohen Eigenanteilen einspringen“, sagte Hubert Meyer, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages.

Auch Muhle ist sich der Problematik bewusst. „Aber: Wir können nicht 100 000 Euro für einen Anschluss in die Hand nehmen.“ Deshalb müsse man auch über Alternativen nachdenken. Er nennt das „Pflügen“, bei dem mit Traktor und Pflug die Kabel in die Erde gebracht werden oder die Möglichkeit, Kabel vorübergehend oberirdisch an Masten mit zu verlegen.

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