Hannover/Oldenburg - Die Planungen für den Umzug der Führungsspitze der 1. Panzerdisvision von Hannover nach Oldenburg haben begonnen. Für den Wechsel des Divisionsstabs sollen in Oldenburg auf dem Kasernengelände in Bümmerstede zwei neue Blöcke zur Unterbringung der Soldaten sowie für Büroräume geschaffen werden.
Nach Angaben des Kommandeurs des größten deutschen Heeresverbandes, Generalmajor Carsten Jacobson, werden derzeit „die Baumaßnahmen geprüft und angemeldet“. Der geplante Wechsel des Divisionsstabes soll spätestens 2016 beginnen. Wie viel die geplanten Neubauten kosten, ist angeblich unklar. „Beziffern können wir das noch nicht.“
Weitere Luftaufnahmen von Oldenburg
Jacobson kündigte bei einer Pressekonferenz am Montag in Hannover eine Verlegung in Etappen an. „Es wird nicht der Stab der 1. Panzerdivision an einem Stichtag 2016 oder 2017 hier auf Busse aufsitzen und zweieinhalb Stunden später in Oldenburg wieder aussteigen“, sagte der Kommandeur.
Der neue Stab in Oldenburg soll rund 600 Beschäftigte umfassen und damit größer sein als der derzeitige Stab in Hannover. Ihm unterstehen rund 16 000 Soldaten, die an verschiedenen Orten in Deutschland stationiert sind. Der Umzug ist Bestandteil der vor eineinhalb Jahren beschlossenen Neuausrichtung der Bundeswehr.
Laut Jacobson wechseln nicht sämtliche Mitarbeiter des heutigen Stabes nach Oldenburg. Manche blieben in anderer Funktion im Großraum Hannover, während jetzt bereits in Oldenburg stationierte Soldaten Aufgaben im neuen Stab übernehmen würden. Der Kommandeur nannte die Luftlandebrigade 31, die integriert werden solle. Auch die „gravierenden Veränderungen“ bei der Luftwaffe in Ostfriesland und bei der Marine müssten in den Planungen bedacht werden.
Nach Angaben von Jacobson sind derzeit 120 Soldaten der 1. Panzerdisvision im Ausland im Einsatz, der Großteil mit 98 Soldaten in Afghanistan. 18 Experten für atomare, biologische und chemische Kampfstoffe wurden mit den „Patriot“-Luftabwehrsystemen in die Türkei verlegt.
Zudem sind Soldaten der Division an Einsätzen in Uganda und im Kosovo beteiligt. Jacobson bestätigte die Vorbereitungen auf einen möglichen Einsatz in Mali. Dabei soll es um die Ausbildung von malischen Soldaten gehen.
