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NWZonline.de Nachrichten Politik

Kanzlerin Zu Gast Im Vatikan: Papst Franziskus und Merkel verbünden sich gegen Trump

19.06.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-06-18T16:20:19Z 280 158

Kanzlerin Zu Gast Im Vatikan:
Papst Franziskus und Merkel verbünden sich gegen Trump

Rom/Vatikanstadt Kanzlerin Angela Merkel hat von Papst Franziskus Rückendeckung im Streit mit US-Präsident Donald Trump über dessen Abschottungspolitik bekommen. Drei Wochen vor den schwierigen Verhandlungen der G20-Gruppe in Hamburg sprach die CDU-Vorsitzende am Samstag in einer Privataudienz mit dem Katholiken-Oberhaupt über den Kampf gegen die Armut in Afrika und für den Klimaschutz. „Er hat mich ermutigt, auf diesem Weg weiterzugehen. Genauso, wie für internationale Abkommen zu kämpfen“, sagte Merkel. Sie kündigte an, Afrika werde ein Schwerpunkt des G20-Gipfels sein. Das habe der Papst begrüßt.

„Insgesamt war es für mich ein sehr ermutigendes Gespräch, den Weg der Gemeinsamkeit trotz aller Herausforderungen weiterzugehen. Und zu versuchen, Schritt für Schritt auch Erfolge für die gesamte Weltgemeinschaft zu erzielen“, sagte Merkel nach ihrer bereits vierten Audienz bei Franziskus. Der Pontifex hatte der Kanzlerin nach der rund 40-minütigen Unterredung „für die Arbeit, die Sie für den Frieden tun“ gedankt.

Merkel steht Anfang Juli dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 großen Industrie- und Schwellenländer (G20) in Hamburg vor. Gerade wegen Trumps Abschottungspolitik und dem nahezu gescheiterten G7-Gipfel im Mai in Italien werden schwierige Verhandlungen erwartet.

Merkel und das katholische Kirchenoberhaupt stehen bei vielen Themen inhaltlich eng beieinander und demonstrierten Einigkeit. „Vor allem, wenn es um die Opposition zu Donald Trump geht“, kommentierte die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“. Die erste Begegnung zwischen dem Argentinier und dem US-Präsidenten vor fast einem Monat war anders als bei Merkel deutlich von Distanz geprägt.

Mit dem Empfang der Kanzlerin brach der Papst mit einem ungeschriebenen Gesetz im Vatikan: Eigentlich werden keine Spitzenpolitiker im Wahlkampf empfangen. Der Kirchenstaat ist in solchen Fällen um Neutralität bemüht.

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