• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Generalstreik: Nichts geht mehr in Frankreich

06.12.2019

Paris Die geplante Reform des französischen Rentensystems hat eine Vereinfachung eines komplizierten Flickwerks an Regeln zum Ziel. Berufstätige entgegnen jedoch, dass sie länger arbeiten müssten und ihre Einnahmen sinken würden.

Der Generalstreik vom Donnerstag veranschaulicht die Unzufriedenheit in der Bevölkerung: Zehntausende Menschen gingen im ganzen Land auf die Straße. Die meisten Züge fahren nicht, die Bahnhöfe sind geschlossen, die Schulen ebenso. Der Eiffelturm ist gesperrt.

Präsident Emmanuel Macron will seine Reform gleichwohl nächstes Jahr verabschieden. Ein Blick auf die Debatte:

Das gegenwärtige Rentensystem

Alle französischen Rentner erhalten eine staatliche Rente. Sie beträgt dieses Jahr im Durchschnitt etwa 1400 Euro pro Monat nach Steuern. Es gibt allerdings 42 verschiedene Rentensysteme. Beschäftigte der Privatwirtschaft – etwa sieben von zehn Berufstätigen – sind im allgemeinen Rentensystem mitversichert.

Viele Berufe haben eine spezielle Altersversorgung. Manche dürfen früher in Rente gehen, darunter Eisenbahner und Flugpersonal. Andere müssen weniger Steuern bezahlen, darunter Anwälte und Ärzte. Die mehr als fünf Millionen Beamten haben auch eine eigene Altersversorgung.

Macrons Plan für die Altersvorsorge

Der Präsident will ein einheitliches System, das allen Berufstätigen die gleichen Rentenansprüche gewährt. Dadurch würde die Struktur einfacher und fairer und die Finanzierung langfristig gesichert, verspricht er.

Gewerkschaften entgegnen, die meisten Berufstätigen würden mit den Plänen wegen einer geänderten Berechnung der Bezüge Geld verlieren. Wer bislang von Sonderregelungen profitiert, befürchtet den Verlust von Vorteilen.

Die Regierung hat versprochen, das gesetzliche Renteneintrittsalter von 62 Jahren nicht zu ändern. Zugleich sollen neue Finanzregelungen einigen den Anreiz bieten, länger zu arbeiten. Manche Sonderregelungen sollen beibehalten werden, sodass etwa Soldaten, Polizisten und Menschen mit körperlich anstrengender Arbeit früher in Rente gehen können. Wer jetzt schon in Rente ist, soll von der Reform nicht betroffen sein.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.