PARIS - Ein Deutscher ist wegen Beteiligung an dem blutigen El-Kaida-Attentat auf der tunesischen Ferieninsel Djerba zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Das Pariser Schwurgericht sah es als erwiesen an, dass der Duisburger Christian Ganczarski von dem für 21 Menschen tödlichen Terroranschlag in Tunesien vom April 2002 wusste und ihn unterstützte. Er sei in allen Anklagepunkten schuldig, sagte der Vorsitzende Richter.
Ganczarski wurde zudem die Mitgliedschaft im Terrornetz El Kaida vorgeworfen. Der ebenfalls angeklagte Bruder des Selbstmordattentäters muss zwölf Jahre ins Gefängnis. Beim Anschlag auf Djerba waren vor knapp sieben Jahren auch 14 deutsche Touristen getötet worden.
Der 1986 zum Islam konvertierte Ganczarski sitzt bereits seit fünfeinhalb Jahren in Frankreich in Untersuchungshaft. Er bestritt bis zuletzt jegliche Mitwisserschaft. „Ich habe niemals von einem Attentat gewusst“, sagte der Vater von fünf Kindern in seinem Schlusswort vor Gericht.
