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NWZonline.de Nachrichten Politik Namen

Björn Engholm

09.11.2019

Björn Engholm ist hoch gestiegen und tief gefallen. Dennoch blickt der frühere Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, der 1993 im Zusammenhang mit der Barschel-Pfeiffer-Affäre von allen politischen Ämtern zurücktrat, gelassen auf sein Leben zurück. An diesem Samstag wird Engholm 80 Jahre alt.

Geboren am 9. November 1939 in Lübeck, absolvierte er eine Schriftsetzerlehre, machte auf dem zweiten Bildungsweg Abitur und studierte in Hamburg Politik, Volkswirtschaft und Soziologie. 1962 trat er in die SPD ein und zog 1969 als einer der jüngsten Abgeordneten für Lübeck in den Bundestag. 1982 wechselte er als Spitzenkandidat nach Schleswig-Holstein und wurde nach der Landtagswahl 1983 Oppositionsführer im Kieler Landtag.

1987 wurde Engholm Opfer einer beispiellosen Schmutzkampagne: Aus der Staatskanzlei von CDU-Ministerpräsident Uwe Barschel heraus ließ ihn der Referent Reiner Pfeiffer bespitzeln, verbreitete Gerüchte über eine angebliche Steuerhinterziehung und traktierte ihn per Telefon sogar mit einem Aids-Verdacht.

Kurz vor der Wahl im September 1987 flog das „Waterkantgate“ auf. Die Wahl selbst brachte ein Patt, einen Monat später wurde Barschel tot in einer Genfer Hotelbadewanne gefunden – ob er sich selbst tötete oder ermordet wurde, ist bis heute ungeklärt.

Bei der Neuwahl im Mai 1988 erzielte die SPD mit 54,8 Prozent einen grandiosen Wahlsieg, Engholm wurde am 31. Mai 1988 zum Ministerpräsidenten gewählt.

Doch 1993 kam der Absturz. Engholm – seit 1991 Chef der Bundes-SPD und seit 1992 auch Kanzlerkandidat – musste eingestehen, dass er ein paar Tage früher als behauptet von den Machenschaften Pfeiffers gegen ihn erfahren hatte. Am 3. Mai 1993 trat er von allen Ämtern zurück. Nach seinem Rückzug übernahm er eine Reihe von Ehrenämtern, widmete sich der Kunst und blieb als Berater ein gefragter Mann.

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