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NWZonline.de Nachrichten Politik Namen

Durchwachsene Bilanz in der Ukraine

20.04.2020

Der frühere Komödiant Wolodymyr Selenskyj hat nach seinem ersten Jahr im Amt als Präsident der Ukraine kaum noch etwas zu lachen. Eine Krise jagt die nächste. Der mit 42 Jahren jüngste Präsident der Ex-Sowjetrepublik errang bei der Wahl vor einem Jahr (21. April) einen fulminanten Sieg gegen den als korrupt verschrienen Petro Poroschenko. 73 Prozent bei der Stichwahl, das gab es noch nie in dem in die EU und in die Nato strebenden Land. Nach Jahren des Krieges gegen russischsprachige Separatisten in der Ostukraine sollte vieles besser werden. Aber die Bilanz ist durchwachsen.

Ein stürmisches erstes Jahr liegt hinter dem Ex-Schauspieler Selenskyj, der durch eine Rolle als Präsident im Fernsehen bekannt wurde. Die Popularitätswerte von damals sind verflogen. Aber erst am Freitag zeigte sich Selenskyj in einer Fernsehshow zufrieden, dass er immer noch über dem Wert seines ersten Wahlganges liege – so bei „55/56 Prozent“. Aber das sei ihm ohnehin nicht so wichtig.

Vielmehr machte er deutlich, dass er nach einem Jahr im Amt weiter entschlossen sei, die vielen Probleme zu lösen. „Unsere Aufgabe ist jetzt nicht, für Komfort zu sorgen, sondern fürs Überleben: Brot, Butter, Milch, Getreide“, sagte er mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Probleme hatte das krisengeschüttelte Land, das zu den ärmsten in Europa gehört, schon immer genug. Aktuell geht es wieder einmal darum, den Staatsbankrott abzuwenden. „Ich bin übrigens auch Angela Merkel und Deutschland dankbar. Wir reden. Das heißt, wir werden mehr Geld bekommen“, so der Staatschef in einer TV-Show.

Immerhin ist Selenskyj im ersten Amtsjahr auch etwas gelungen, was als besonders schwierig galt: die Rückkehr zu einem Dialog zwischen Kiew und Moskau. Sein wichtigstes Ziel, den Krieg in der Ostukraine zu beenden, hat der Präsident aber noch nicht erreicht.

Als gäbe es nicht genug zu tun, kämpft das Land nun auch noch gegen die schlimmsten Wald- und Buschbrände um das 1986 havarierte Atomkraftwerk in Tschernobyl.

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