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NWZonline.de Nachrichten Politik Namen

Ein Mann für aggressive Rhetorik

21.02.2020

US-Präsident Donald Trump holt seinen loyalen Botschafter in Berlin nach Washington: Richard Grenell (53) wird vorübergehend zusätzlich Geheimdienstkoordinator im Weißen Haus. Damit wird der Top-Diplomat, der in Berlin mit ungewöhnlich scharfer Kritik an der deutschen Regierungspolitik angeeckt ist, bis auf Weiteres eine Schlüsselposition in Trumps Umfeld besetzen. „Rick hat unser Land äußerst gut repräsentiert, und ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten“, schrieb der Präsident am Mittwochabend auf Twitter.

Seinen bisherigen Posten soll Grenell aber behalten. Das führt zur kuriosen Situation, dass der US-Botschafter in Deutschland zumindest für
einige Monate seinen Arbeitsplatz in Washington haben wird. Er löst den amtierenden Geheimdienstkoordinator Joseph Maguire ab, der im August Dan Coats ersetzt hatte – aber auch nur vorübergehend. Weil Maguire nicht vom US-Senat bestätigt wurde, muss er am 12. März ausscheiden.

Grenell soll ebenfalls nur geschäftsführend die Geheimdienste betreuen, bis über die Neubesetzung entschieden ist und der Senat grünes Licht gegeben hat. Er stellte klar, dass er als Kandidat für eine dauerhafte Besetzung des Postens nicht infrage komme. „Der Präsident wird seine Nominierung (nicht ich) bald bekannt geben.“

Der 53-Jährige aus Michigan im Mittleren Westen der USA gilt als extrem loyal zu Trump und rühmt sich immer wieder eines guten Drahtes ins Weiße Haus. Über Twitter schickt er gern Bilder mit dem Präsidenten in der Air Force One oder teilt mit, dass er gerade mit ihm telefoniert hat. Im politischen Berlin hat sich Grenell dagegen nur wenige Freunde gemacht.

Im Auswärtigen Amt und im Kanzleramt ist seine unkonventionelle und eher undiplomatische Amtsführung nicht besonders gut angekommen. Er sieht seine Aufgabe vor allem darin, die Politik Trumps in Deutschland und Europa zu vertreten. Grenell warnte zum Beispiel deutsche Unternehmen schon kurz nach seiner Ernennung als Botschafter im Mai 2018 eindringlich davor, mit dem Iran zusammenzuarbeiten. Er kritisierte Deutschland und andere Nato-Staaten auch immer wieder dafür, nicht genug für ihr Militär auszugeben. Aus der Opposition kamen deswegen sogar vereinzelt Forderungen, ihn zur „unerwünschten Person“ zu erklären und ihn damit quasi auszuweisen.

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