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NWZonline.de Nachrichten Politik Namen

Gregor Gysi

03.07.2019

Am 9. Oktober 1989 gingen Zehntausende Bürger in Leipzig auf die Straße, der Tag läutete das Ende der DDR mit ein. Zum 30. Jahrestag ist Gregor Gysi (71) zu einer Veranstaltung eingeladen. Für einige eine unerträgliche Vorstellung. Er soll am 9. Oktober bei einem Konzert der Philharmonie Leipzig in der Peterskirche auftreten. Seit 2014 führe das Orchester die 9. Sinfonie von Beethoven auf und versuche, „unterschiedliche Zeitzeugen versöhnlich einzubinden“, erklärt Vorstand Michael Köhler. An der Einladung Gysis halte das Orchester fest.

Der Linken-Politiker hatte in der Wendezeit den Vorsitz der DDR-Staatspartei SED übernommen und wurde dann Vorsitzender der Nachfolgepartei PDS. Später war er von 2005 bis 2015 Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag. Auch das berufliche Verhältnis des Rechtsanwalts zum Ministerium für Staatssicherheit der DDR gilt als nicht geklärt.

Für die Bürgerrechtler ist der geplante Auftritt Gysis Anlass zum Protest. „Das ist ein ganz schöner Affront“, meint Marianne Birthler. Gysi habe bis in den November 1989 auf der anderen Seite der Revolution gestanden. „Er ist Repräsentant einer Partei, deren Staat wir Bürgerrechtler aktiv bekämpft haben“, sagt auch der evangelische Pfarrer und DDR-Bürgerrechtler Ulrich Kasparick.

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