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Scheitern als Sprungbrett: Arianna Huffington wird 70

15.07.2020

Es gibt viele Gründe, bei der Medienunternehmerin Arianna Huffington nachzuhaken, was für sie Scheitern bedeutet. Der Stern ihres meistgefeierten Web-Projekts ist inzwischen verblasst. Die von ihr in den 70ern vertretene Anti-Feminismus-Bewegung ist im Sande verlaufen. 2003 ging eine Kandidatur als Gouverneurin von Kalifornien gegen den späteren Sieger Arnold Schwarzenegger gehörig daneben.

Und doch sagt Huffington häufig das Gleiche, wenn sie auf einer Kongressbühne oder in einem Interview auf das Thema Scheitern angesprochen wird: „Meine Mutter nannte Scheitern immer das Sprungbrett zum Erfolg.“ An diesem Mittwoch wird die 1950 in Athen geborene Gründerin der Journalismusplattform „Huffington Post“ 70 Jahre alt.

Dieses offensiv Anpackende findet sich in vielen biografischen Stationen: Als Ariadne-Anna Stassinopoulos in Griechenland zur Welt gekommen, studiert sie Wirtschaftswissenschaften im britischen Cambridge und lernt 1971 beim Fernsehquiz „Face The Music“ den doppelt so alten Starjournalisten Bernard Levin kennen. Beinahe ein Jahrzehnt lang bleiben sie zusammen, später schreibt sie, er sei „nicht nur die große Liebe meines Lebens, sondern auch mein Mentor als Journalistin und mein Vorbild als Denkerin“.

1980 verlässt sie ihn und zieht in die USA, wo sie 1986 den konservativen Politiker Michael Huffington heiratet, später nimmt sie die US-Staatsbürgerschaft­ an. Mit dem Millionär bekommt sie zwei Kinder. 1997 wird die Ehe geschieden, im Folgejahr outet sich ihr Ex-Mann als bisexuell. Öffentlich tritt Arianna in dieser Zeit immer wieder für besonders stramme Forderungen der Republikaner ein, was ihr in einem 1998 im „New Yorker“ erschienenen Porträt die Umschreibung einbringt, sie inszeniere sich als „republikanisches Spice Girl“.

Die Beschreibungen, die sich Huffington mit ihrer schillernden Karriere einhandelt, sind nicht immer schmeichelhaft. Doch egal ob „Start-up-Diva“ oder „die aufstiegsorientierteste Griechin seit Ikarus“: Huffington selbst dürfte es egal sein – wenn das Bisherige nicht klappt, kommt eben etwas Neues.

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