„Asylbewerber hinter Zäunen“, zur Erschließung des Fliegerhorst-Areals (NWZ vom 9. Juli)

(...) Ob Windkraftanlagen in Bornhorst, Asylbewerber auf dem Fliegerhorst, Altpapier, Kitagebühren, Öffnung des Fliegerhorstgeländes über das Mittelwegtor, das Muster ist überall gleich: Erst verbiegt die Verwaltung die Zahlen, dann verliert man die Orientierung. Und der Bürger zahlt. Der Bau einer Stahlbetonbrücke und Anlage eines mehrere 100 Meter langen Weges durch einen munitionsverseuchten Urwald bis zur Hugo-Eckener-Straße soll billiger sein als die Nutzung vorhandener Wege zum Mittelweg? Durch falsche Zahlen unterlegter Unsinn!

Was bezweckt die Stadtverwaltung also? Bei allen Beispielen die einfache Lösung, das leichte Geld.

Windkraftwerke – erwartete Steuereinnahmen, Ofener Asylbewerber – Problemverschiebung zum Nachbarn, Altpapier – Geld, Kitaschummelei – Geld.

Und das neue zentrale Asylbewerberlager Fliegerhorst, mit umzäuntem Raubtiergang zur Hugo-Eckener (Wortwahl der Stadtverwaltung)? Kostet Geld! Aber vielleicht steht schon ein Investor für das Offizierskasino in den Startlöchern, dem Asylbewerber am Mittelweg oder Haupttor nicht passen. Spekulationen. Es muss aber einen Grund haben, dass man so penetrant an der Hugo-Eckener-Straße als einzigem Ausgang festhält. (...)

Andreas Hartmann Oldenburg