Nordenham - In dieser Konstellation haben sie in den vergangenen Wochen schon häufiger zusammengesessen. Aber das Publikum war anders und die Fragen ebenfalls. Die Bürgermeister-Kandidaten Thomas Bartsch, Sabine Dorn, Dr. Ulrich Kerney und Carsten Seyfarth stellten sich am Dienstagvormittag in der Jahnhalle in zwei Veranstaltungen den Fragen der Erstwähler. Auch sie entscheiden am kommenden Sonntag darüber, wer den Chefsessel im Rathaus übernimmt.

Das Jugendparlament der Stadt hatte die Schüler ins Kulturzentrum eingeladen: den zehnten Jahrgang der Luisenhofschule sowie die Jahrgänge 10 bis 12 des Gymnasiums. Die Oberschule macht an diesem Mittwoch eine eigene Veranstaltung. Moderiert wurde die Fragerunde von zwei Mitgliedern des Jugendparlaments: dem Vorsitzenden Alex Golow­tschenko und Joanna Graczik. Und die wollten in erster Linie wissen, was die Kandidaten speziell für Jugendliche tun werden.

Der SPD-Kandidat Carsten Seyfarth sagte, er kenne die Klagen, dass es keinen Platz gebe, an den man „vernünftig abhängen“ kann. „Ich möchte, dass ihr euch in Nordenham wohl fühlt“, sagte er. „Viele von euch gehen nach der Schule weg. Ich möchte, dass ihr das mit einem guten Gefühl tut und im Idealfall wiederkommt.“

Dr. Ulrich Kerney, der von der Wählerinitiative Nordenham nominiert wurde, sagte: „Wir können euch sicher nicht das Gleiche bieten wie zum Beispiel Bremen. Aber vielleicht können wir in die Nähe kommen.“ Er wolle sich dafür einsetzen, dass die „Amüsiermeile rund um den Bahnhof erhalten bleibt.“

Sabine Dorn, die Mitglied der CDU ist, aber als unabhängige Kandidatin antritt, hat vor allem den Strand im Visier. Ihr schweben dort Open-Air-Konzerte mit Jugendbands vor. Sie wolle sich für eine Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs einsetzen, damit junge Leute auch in der späten Nacht die Möglichkeit haben, aus Bremen oder Bremerhaven zurück nach Nordenham zu kommen.

Thomas Bartsch, der Mitglied bei den Linken ist, aber ebenfalls als unabhängiger Kandidat antritt, sagte, er wolle sich für Angebote in den Ortsteilen einsetzen. Er bedauere zum Beispiel, dass es den TuS Einswarden nicht mehr gibt. Er wolle Jugendlichen die Möglichkeit geben, Projekte selbst zu gestalten. „Diese Projekte müssen wir dann gemeinsam umsetzen.