Die Linke in Niedersachsen hat für die Zukunft
Kandidaturen von Mitgliedern anderer Parteien auf ihren Wahllisten
ausgeschlossen. In einer knappen Abstimmung votierten die Delegierten
am Sonnabend auf dem Landesparteitag in Oldenburg für dieses Vorgehen.
Hintergrund waren die Querelen um das DKP-Mitglied Christel Wegner,
die bei der Landtagswahl im Januar über einen aussichtsreichen
Listenplatz der Linken zu einem Mandat gelangt war. Nach heftig
umstrittenen Äußerungen über die DDR war sie aus der Fraktion
ausgeschlossen worden.
Der Landesvorsitzende Diether Dehm forderte, prinzipiell an einem
möglichst breiten Bündnis aller linken Kräfte festzuhalten. Mehrere
Kreisverbände verlangten, Kandidaturen anderer Parteien nicht nur auf
Landesebene, sondern auch bei Kommunalwahlen zu verbieten. Alle
Bewerber müssten Mitglied der Linken sein. Dieser Forderung wurde mit
dem knappen Ergebnis von 100 zu 93 Stimmen entsprochen.
Die Linke war
im Januar aus dem Stand mit 7,1 Prozent der Stimmen in den Landtag
eingezogen.
